Mit einem Festwochenende haben die Akteure den 140. Gründungsgeburtstag ihrer Rettungstruppe gefeiert
Falkenau. Mit einem Jubiläumswochenende haben die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Falkenau das 140-jährige Bestehen ihrer Rettungsgruppe gefeiert. Die war auf den Tag genau am 27. September 1885 gegründet worden. 26 Einheimische, durchweg Bauern, hoben die Steiger- und Löschgruppe aus der Taufe. Emil Becher wurde deren erster Commandant, der die Mitstreiter auf das Königsreich Sachsen vereidigte. Die wurden ermahnt, mit Ausdauer, Lust und Liebe, Einigkeit, Mut und Besonnenheit ihr Hilfswerk anzustreben. Zugleich verpflichteten sie sich, im Dienst nicht zu Rauchen. 1888 wurde ein Spritzenhaus nahe der Schulbrücke errichtet. 1922 folgte jenes neben der Schule bestehende und bis 2015 genutzte. Seit zehn Jahren verfügen die Falkenauer über ein zeitgemäßes Gerätehaus, auch dieses Ereignis wurde mit gefeiert.

Derzeit steht Wehrleiter Daniel Müller einer Einheit von 25 Frauen und Männern der operativen Gruppe sowie fünf Akteuren der Alters- und Ehrenabteilung vor. Die hatten ihr Depot samt Außenanlagen zum Kulturtempel umgerüstet und offerierten Erlebnisangebote für alle Generationen. Neben Festsitzung, Objektschau und Technikvorstellung hatten die Florianjünger einen kleinen Rummelplatz angelegt und luden Schaulustige ein, an einer Schauübung teilzuhaben, die an einem Modellobjekt die Phasen eines Hausbrandes skizzierte und das Einsatzszenario der Rettungshelfer vorstellte.

Die Feuerwehr Falkenau und der Fluss Flöha bilden dabei eine spezielle Symbiose: einerseits ist er Rettungsmittel im Brandfalle, anderseits setze die Jahrhundertflut 2002 dem damaligen Depot arg zu. „Während die Feuerwehrleute der Dorfbevölkerung halfen, staute sich die Flöha im eigenen Objekt über 1,60 Meter hoch auf“, so Wehrleiter Daniel Müller. Den Fakt, abgesoffen zu sein, konstatierten die Blauröcke erneut zum Hochwasserjahrgang 2013. Die Alarmglocken begannen für die Wehr selbst zu läuten: ein neues Domizil musste her, welches die Einheimischen Dank langen Amten i2015 einweihen konnten.

In einer Festsitzung würdigten die Teilnehmer das engagierte Wirken der ehrenamtlichen Helfer. Besonders der guten Seele der Feuerwehr, Ulrich Neuhäuser als dem dienstältesten Kameraden wurde für 60 Jahre im Ehrenamt gedankt. Der feierliche Rahmen bot die Kulisse, Mitglieder zu befördern und neue Rettungshelfer aufzunehmen. Dazu zählen die Schwestern Alexandra und Franziska Markert, die nach Grundlehrgang zu „richtigen“ Feuerwehrleuten ernannt worden sind. (hy)





