Mittelsachsen. Es ist wieder Warntag in Deutschland. Damit soll die Bevölkerung auf die verschiedenen Warnmittel in Form von Sirenen, Apps sowie dem neuen System „Cell Broadcast“ hingewiesen werden. Cell Broadcast ist ein Mobilfunkdienst zum Versenden von Textnachrichten an alle Empfänger innerhalb einer Funkzelle. „Gleichzeitig werden wir alle sensibilisiert, Vorsorge für Notfälle zu betreiben. Dazu gehört auch, Vorräte von Wasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten zu Hause zu haben“, erklärt Steffen Kräher, Leiter der Abteilung Ordnung, Sicherheit und Veterinärwesen im Landratsamt. Er verweist auf Publikationen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, in denen die empfohlene Bevorratung konkret beschrieben ist: Es wird empfohlen, sich für zehn Tage einzudecken, so wird mit 20 Litern Wasser − also zwei pro Tag − gerechnet. Aber auch wichtige Dokumente sollten einen festen Platz haben, um im Notfall schnell zugreifen zu können.
Um Punkt 11:00 Uhr sollen am 11. September bundesweit alle Mobiltelefone Alarm schlagen. Dann wird das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) einen Probealarm auslösen. „Die Meldung erfolgt über alle an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angeschlossenen Warnmittel und Multiplikatoren, wie beispielsweise die Warn-Apps NINA, KATWARN und BIWAPP sowie Cell Broadcast“, erläutert Kräher. In Mittelsachsen gibt es fast 450 Sirenen. Diese ertönen mit einem einminütigen Heulton − sechs Töne von jeweils fünf Sekunden Dauer mit fünf Sekunden Pause. Gegen 11:45 Uhr sollten dann alle Apps sowie die Sirenen erneut Laut geben – dann wird die Entwarnung versendet. Ob Warnung und Entwarnung erfolgreich eingegangen sind, können Nutzende sowohl über die Warn-App Nina als auch die BBK-Website www.bbk.bund.de zurückmelden und den Test so unterstützen. (PM)





