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Breitband Mittelsachsen: Baustart für vier weitere Projekte

Freiberg. In Lichtenau sind heute mit dem offiziellen Baustart vier Projekte im Landkreis Mittelsachsen des Infrastrukturausbaus gestartet. Die Gemeinde gehört zum Cluster H und ist die erste Kommune, die vom Telekom-Projekt profitiert. In den kommenden Monaten können hier rund 1.400 Haushalte und Unternehmen in den Ortsteilen Auerswalde, Garnsdorf, Krumbach, Merzdorf, Niederlichtenau, Oberlichtenau und Ottendorf an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Dafür werden mehr als 60 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 35 neue Netzverteiler errichtet.

Die Baumaßnahmen starten im Cluster H beginnend in Lichtenau und im Cluster K in Striegistal ab Mai 2026. Die Cluster I und J beginnen in Großschirma und Großhartmannsdorf starten ab August 2026.

Insgesamt sollen in allen vier Clustern mehr als 14.500 Gebäude, davon 1.400 Gewerbeanschlüsse und 10 Institutionen erschlossen werden, das heißt mindestens 27.000 Haushalte, Unternehmen, Schulen und Verwaltungsstandorte profitieren von dem Ausbau. Dafür werden mehr als 600 Kilometer Tiefbau nötig sein, mehr als 5.000 Kilometer Glasfaserleitungen neu verlegt und mehr als 700 Glasfaser-Netzverteiler in den Projektgebieten aufgestellt. Bis spätestens 2030 sollen alle Anschlüsse in Betrieb genommen werden.
Der Ausbau in den vier Projektgebieten der Telekom hat nach Abschluss des Vergabeverfahrens ein Gesamtvolumen von mehr als 92 Millionen Euro und wird durch Bund, Land und Kommunen finanziert.

Drei Ergänzungsprojekte zur Netzvervollständigung von Ortsteilen mit ländlichem Charakter der Stadt Freiberg und der Gemeinde Eppendorf werden an den Ausbau in und um Freiberg angeschlossen. Dafür stehen insgesamt nochmal 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Darüber hinaus konnten mit der Telekom eigenwirtschaftliche Ausbaumaßnahmen im Stadtkern von Freiberg vereinbart werden, wodurch perspektivisch die Netzverdichtung in einigen Stadtbezirken auch ohne Fördermittel flächendeckend erreicht wird.

MinisterpräsidentMichael Kretschmer konstatiert, dass schnelles Internet in den Städten und im ländlichen Raum eine wichtige Investition in die Zukunft darstellt. „In Sachsen wollen wir eine 99-prozentige Gigabitversorgung in der Fläche bis 2030 erreichen. Voraussetzung hierfür ist eine verlässliche und auskömmliche Bereitstellung von Fördermitteln durch den Bund. Für die zweite Stufe der Breitbandförderung nimmt der Freistaat allein im Landkreis Mittelsachsen rund 38,6 Millionen Euro in die Hand. Im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus hat der Freistaat bisher rund 1,37 Milliarden Euro investiert, um eine digitale Grundversorgung sicherzustellen, davon 228,3 Millionen Euro im Landkreis Mittelsachsen.“  (PM)

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