Einem Spezialbagger gehört jetzt das Bahnhofsgelände in Jöhstadt. Mit der Baumaschine realisieren die Museumseisenbahner ein ehrgeiziges Vorhaben als weiteren Meilenstein der Schmalspurgeschichte.
Jöhstadt. Für eines der ehrgeizigsten Modernisierungsvorhaben in der jüngeren Vereinsgeschichte steht das Signal auf Grün: die Stunden des den Standort überragenden und das Gleisgelände trennenden Neubaublocks sind gezählt. Unter der Devise „Bahnhof Jöhstadt BLOCKfrei“ ist der Abriss des Plattenbaus aus DDR-Zeiten gestartet. Mitarbeiter der Firma Dotzauer Recycling und Abbruch GmbH Lengenfeld vollziehen das imposante Vorhaben mit dem auf Ketten stehenden Großgerät, dessen Armausleger länger als eine Schmalspurlok ist.
Dieses Projekt weckt unter den Mitgliedern der Interessengemeinschaft ein Hochgefühl, längst wird das Geschehen in den Netzwerken als Meilenstein begrüßt. Die Vereinsfreunde schmerzte gerade der mit Einstellung des Eisenbahnbetriebsgeschehens geschaffene Fakt, das Gleisanlagen abgerissen und Ende der 1980er-Jahre der Aufbau dieses Neubaublocks erfolgte. „Das Gebäude hindert uns bislang daran, unser Bahnhofsareal weiter zeitgemäß zu ertüchtigen, es kappt die frühere Gleisverbindung von Bahnhof und Lokschuppen“, so Geschäftsführer Gerald Seifert.

Viele Jahre organisierten die Pressnitzbahner ein betriebliches Provisorium, drangen genauso lange darauf, diesen Zustand abzuändern. 2023 wurde dafür auch die Initiative BLOCKfrei gestartet, mit der auf diese Situation aufmerksam gemacht und vor allem auch Spendengelder eingeworben werden, um das ehrgeizige, auf einen sechsstelligen Finanzbedarf geschätzte Vorhaben, umzusetzen.
Das neuerliche ehrgeizige Vorhaben gilt als wesentliches Standbein für die Ertüchtigung des Standorts als ein ganzjährig attraktiver Ausstellungs- und Erlebnisbahnhof. (hy)






