Freiberg. Das Graffiti-Präventions- und -gestaltungsprojekt der Stadtverwaltung Freiberg lenkt die Sprüh-Leidenschaft junger Menschen in legale und beeindruckende Kunstwerke. Damit die Erfolgsgeschichte weitergehen kann, sucht die Stadt Unterstützung – in Form von Flächen und Finanzen.
„Werden Sie Graffiti-Pate!“, wirbt Ordnungsamtsleiterin Jana Lützner. „Helfen Sie mit, Freiberg bunter, sicherer und jugendfreundlicher zu gestalten. Um das kreative Potenzial unserer Kinder- und Jugendlichen in Freiberg in geordnete Bahnen lenken zu können und damit illegalen Graffiti keine Chance zu lassen, ist es wichtig, dass wir sie fachlich unterstützen und ihnen geeignete Flächen zu Verfügung stellen.“ Denn auf selbst Erschaffenes werde mehr geachtet.
Wer Geld spenden oder geeignete Flächen zur Verfügung stellen möchte, wird gebeten, sich direkt beim Ordnungsamt der Stadtverwaltung Freiberg zu melden, Telefon: 03731 – 273 350, E-Mail: ordnungsamt@freiberg.de

Das Projekt ist gelebte Jugendarbeit. Es bietet jungen Sprayern Raum, ihre Talente zu entfalten und gleichzeitig eine wichtige Lektion in Sachen Verantwortung. Unter fachkundiger Anleitung und der Aufklärung durch einen Bürgerpolizisten über die Konsequenzen illegalen Sprayens lernen die Jugendlichen, dass die „geordnete Bahn“ nicht nur legal, sondern auch viel cooler ist. Die Ergebnisse sprechen für sich:
Ob die farbenfrohe Umgestaltung der Unterführung am Bahnhof, im Parkhaus Tivoli, die liebevolle Gestaltung der Pflanzen an der ehernen Schlange, an der Maxim-Gorki-Straße oder der freundliche Willkommensgruß an der Leipziger Straße – diese Projekte zeigen, wie Graffiti das Stadtbild positiv prägen kann.
Das Graffiti-Präventions- und -gestaltungsprojekt ist Teil des Engagements der Stadtverwaltung, Präventionsarbeit zu leisten und jungen Menschen legale Wege zur Entfaltung ihrer Kreativität aufzuzeigen. Es verbindet Jugendarbeit, Kriminalprävention und Stadtgestaltung auf innovative Weise.
Im Juni 2023 startete die Stadt das erste Graffiti-Projekt. Unter Anleitung des Graffitikünstlers Nico Roth rückten Kinder und Jugendliche Schmierereien in der Bahnhofsvorstadt zu Leibe. Gleichzeitig wurden die Schüler über Folgen des illegalen Sprayens aufgeklärt. (PM)



