Einer der originellsten und zugleich die Kondition aber auch Trinkfestigkeit fordernden Gaudi-Wettbewerbe im Sportgeschehen des Erzgebirges geht am 13. Juni in Freiberg über Straßen und sogar das Freibadbassin: Die Neuauflage der Weltmeisterschaft im Fassathlon findet in der Silberstadt statt.
Freiberg. „Der Vierkampf vereint die beliebten Bewegungsarten des Laufens, Schwimmens, Radfahrens und der oralen Flüssigkeitsaufnahme, vulgär Saufen bezeichnet und kombiniert diese mit dem Herumtragen eines aus feinstem Edelstahl bestehenden Fasses. Dieses ungewöhnliche Sportgerät gilt es immer am Mann oder der Frau zu haben“, so Pressesprecher Dr. Jens Grigoleit.
Die in den einzelnen Disziplinen zurückzulegenden Strecken betragen: 5 km Laufen, 200 m Schwimmen, 10 km Radeln und einen Liter Trinken. Angetreten wird in der Einzelwertung sowie optional einer Teamwertung (bis zu vier Personen, die jeweils die Zeiten bestimmter Teildisziplinen einbringen), wobei alle Teilnehmer den kompletten Fassathlon zu absolvieren haben.

Start und Ziel für alle Disziplinen befinden sich vor dem Eingangsbereich zum Johannisbad an der Lessingstraße. „Ab 9 bis 11.30 Uhr erfolgen die Anmeldung und Startnummernausgabe, dann die Wettkämpfe und gegen 18.00 Uhr erfolgt die Siegerehrung“, so der Tourismusmanager Freibergs.
Dem flüssigkeitsintensiven Gaudiwettbewerb folgen erstaunlich große Starterfelder, bis zu 70 Akteure, dabei durchaus auch Frauen, stellen sich dieser nicht olympischen aber publikumswirksamen Auseinandersetzung. Der sportliche und gesellige Fertigkeiten verbindende Wettkampf vereinigt Triathlon-Disziplinen, wobei jedoch zum Finale mit Zieleinkommen ein Gefäß mit einem Liter kühlen, wahlweise alkoholfreien, Gerstensaftes schnell auszutrinken ist. Dabei darf das Hopfengebräu nach dem Genuss binnen 900 Sekunden nicht verloren gegeben werden. Die Weltmeister dieses Auseinandersetzung schaffen den Rundkurs im Schnitt in 45 Minuten.

Kenner der Szene wissen, dass das Spektakel einer launigen Schnapsidee von Studenten der Bergakademie Freiberg entsprungen ist. Jahr für Jahr treffen sich seit 2003 Studenten und Absolventen aber auch Fans derart Herausforderung. Dabei reihen sich durchaus gestandene Manager, Wissenschaftler, Hochschullehrer, Geschäftsführer, Geologen und Betriebswirtschaftler ein. Ja, dieser Wettbewerb bringt sie oft nach Jahren wieder einmal an die frühere Studienstätte.
Eine knifflige Aufgabe ist etwa das Schwimmen mit dem 25-Liter-Behältnis, wissen Starter zu berichten. In Freiberg wird indes kein Bierfass mehr, sondern ein Weinbottich aus Edelstahl genutzt, da diese schmaler und handlicher als jene für den Gerstensaft sind.

Regelwerk sowie weitere Informationen zum Ablauf finden sich unter www.fassathlon.de




