Über 1.000 Besucher bislang zur Schnitzschau Borstendorf

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In Borstendorf ist Halbzeit für die Schnitzausstellung aus Anlass des 95-jährigen Bestehens der Weihnachtsbastelgruppe. Gezeigt werden Exponate aus neun Jahrzehnten Geschichte, auch aus jener Hochphase des Schachdorfes, die Schnitzerei als Gemeinschaftswerk stammt vom Schul- und Heimatfest 1963. Foto: Christof Heyden

Borstendorf.  Reichlich 1.000 Fans der Volkskunst haben bislang die Große Schnitz- und Bastelausstellung in der als Vereinshaus genutzten Schule Borstendorf besucht. Mit der Schau würdigen die 40 Mitglieder der Interessengemeinschaft den 95. Geburtstag ihres einst als Weihnachtsbastelgruppe gegründeten Vereins.

„Mit dem Besuch der Exposition als auch dem Verlauf der im Rahmenprogramm organisierten Erlebnisse wie dem Kettensägenseminar und der Whiskey-Verkostung sind wir zufrieden, unsere Bemühungen im Vorfeld der aller fünf Jahre organisierten Schau haben sich gelohnt“, so der stellvertretende Vereinsvorsitzende Matthias Aurich.

Neben Besuchern aus dem Erzgebirgskreis, Mittelsachsen und Chemnitz nutzten auch Touristen aus Bonn, Nürnberg und anderen Bundesländern ihren Besuch im Erzgebirge, den Borstendorfern eine Stippvisite abzustatten. So manche Schnitzgemeinschaft des Erzgebirges nutzte die Gelegenheit, eine Vereinsausfahrt in des frühere Schachdorf zu organisieren.

Über 50 Jahre alt und noch immer anziehend: die holzgeschnitzten Karrussells, allesamt illuminiert. Foto: Christof Heyden

„Noch bis kommenden Sonntag können über 1.000 Exponate aus neun Jahrzehnten Schaffenszeit begutachtet werden, auch am heutigen Buß- und Bettag strömten die Gäste“, so Aurich. Der verweist darauf, dass der Verein für jeden 500. Besucher eine kleine Aufmerksamkeit bereithält. „Angesichts der Nachfrage wollen wir auch das Kettensägenseminar noch einmal auflegen, Interessierte sollten uns dazu kontaktieren.“

Neben den klassischen Arbeiten wie mannshohen und Handteller kleinen Pyramiden oder den legendären Miniaturschnitzereien in Nuss- und Kirschkerne zogen die beweglichen Kunstwerke der früheren Schnitzer die jungen Leute an. An Kettenkarussell, Riesenrad sowie Berg- und Talbahn blinkerten hunderte Lichter, ratterten die Fahrgeschäfte stromgetrieben um die Wette. Für Staunen sorgen nicht weniger die filigran gestalteten Märchenberge vom früheren Mitglied Alfred Grimmer.

Die Ausstellung hat unter der Woche von 13 bis 19 Uhr geöffnet, am Wochenende von 9 bis 20 Uhr.

Mit den versierten Schnitzern Friedrich Vinne, r. und Lothar Zeun sind zwei Fachleute in der Schau, die sich genauestens für die Arbeit ihrer Schnitzerfreunde interessieren und die Messerführung studieren. Foto: Christof Heyden