Mittelsachsen testet die Sirenen

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Im ländlichen Raum finden sich noch oft Sirenen, diese waren auch zur zurückliegenden Prüfung einsatzbereit, Foto: Christof Heyden

Freiberg. Neuer Sirenen-Anlauf in Mittelsachsen: Nachdem ein bundesweit groß angelegter Testlauf im September 2020 die mangelnde Einsatzbereitschaft und oft fehlende Alarmsysteme samt ungenügend effektiver Warnapps zeigte, unternimmt der Landkreis Mittelsachsen einen weiteren Testlauf.

Am 9. Oktober um 11:00 Uhr ertönen die Sirenen im Landkreis mit einem einminütigen Heulton. Dabei werden sechs Töne von jeweils fünf Sekunden Dauer mit fünf Sekunden Pause zu vernehmen sein. „Die Bevölkerung soll für Gefahrenlagen sensibilisiert werden. Gerade vor dem Hintergrund der Katastrophen in diesem Jahr in Deutschland war es uns wichtig, trotz des ausgefallenen bundesweiten Warntages auf die Signale hinzuweisen“, so der Leiter der Abteilung Ordnung, Sicherheit und Veterinärwesen Steffen Kräher. Gegen 11:15 Uhr heulen erneut die Sirenen mit einem Dauerton von einer Minute. Damit wird im Fall des Falles entwarnt.

Im Zschopautal findet sich eine Sirene am Kriebstein-Zeltplatz. Foto. Christof Heyden

Bei einer Warnung mit Dauerton sollte man das Radio anschalten und auch Nachbarn darauf hinweisen, dass es eine Warnung gab. Parallel ist geplant, eine Nachricht über die Smartphone-App BIWAPP zusenden. Diese kann kostenlos heruntergeladen werden.

Der Landkreis nutzt die App nicht nur bei Gefahren, sondern auch für Bürgerinformationen. So wurden unter anderem zahlreiche Meldungen zur Corona-Ausbreitung im Landkreis versendet. Rund 30 000 Handynutzer erreichen die Nachrichten über die App. Zudem soll der Tag daran erinnern, sich auf Katastrophensituationen vorzubereiten.