Modern, durchdacht und mit eigenen Akzenten. Genau solche Gebäude rückt die Stadt Freiberg jetzt wieder ins Rampenlicht. Der Architekturpreis der Stadt Freiberg 2026 wird am Sonntag, 28. Juni, verliehen. Insgesamt vier Objekte sind für den Preis nominiert.
Freiberg. Bis zum 30. April konnten Bauwerke vorgeschlagen werden, deren Fertigstellung nicht länger als fünf Jahre zurückliegt.
Ausgezeichnet werden u.a. die architektonisch-gestalterische Qualität, wie sich der Bau im Kontext zum kulturellen Erbe und in die Umgebung einfügt sowie das nachhaltige Bauen. Zwischen denkmalgerechter Sanierung und zeitgenössischer Architektur entsteht so ein spannendes Zusammenspiel, das die Entwicklung der Stadt sichtbar macht.
Der Architekturpreis wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Sanierungspreis vergeben. Der Architekturpreis geht in die sechste Runde. Ausgelobt wird der Preis von der Stadt Freiberg gemeinsam mit der Deutschen Bank Privat- und Geschäftskunden AG, Investment & FinanzCenter Freiberg. Die Auszeichnung ist mit 1.500 Euro dotiert, zudem gibt es eine Urkunde und eine Porzellanplakette.
Die nominierten Objekte
Freiberger Garten, Lessingstraße
In gartenstadtähnlicher Quartiersform sind vier Terrassenhäuser und ein Punkthaus mit 67 Wohnungen entstanden. Grünes Wohnen wird hier mit den Vorteilen einer städtischen Lage sehr gut verbunden. Gebaut wurde barrierefrei. Jeder hat Zugang zum Garten. Unter den vier Terrassenhäusern sind Feuerwehrdurchfahrten eingerichtet worden. Die Gebäude passen sich sehr gut in die umgebende Bebauung im Stadtteil Friedeburg ein.
Ergänzungsbau Stadt- und Bergbaumuseum, Am Dom 1
Der Lückenbau ist zentraler Eingang zum Museum, bietet Raum für repräsentativen Empfangsbereich und Ausstellungen. Der Ergänzungsbau fügt sich optisch ein und hebt sich gleichzeitig heraus mit seiner Edelstahlfassade „Silberne Pforte“ als Zeichen moderner Architektur. Der barrierefreie Bau (Fahrstuhl und taktilem Leitsystem für Sehbehinderte) ist im zweiten Obergeschoss vollklimatisiert.

Universitätsbibliothek, Winklerstraße 3
Die „Kathedrale des Wissens“ entstammt der Industriearchitektur und fasziniert mit ihrer Ziegelfassade und dem festungsähnlichen Turm von 40 Metern Höhe. Sie ist das Verbindungsglied zwischen Studentenwohnheim und Campus. Hier gibt es moderne Arbeitsplätze, Lese- und Hörsäle. Beeindruckend: Wendeltreppe im Foyer sowie Kunst am Bau mit Kreisbogensegmenten aus Messing im Boden des Erdgeschosses.
Wohnhaus, Scheunenstraße 18
Das Wohnhaus Scheunenstraße 18 beeindruckt durch seinen Stelzenbau. Das Gebäude ist im Erdgeschoss ein Massivbau und im Obergeschoss ein Holzbau mit Glasfassaden und Vordach. Jeder Raum des Hauses hat natürliches Licht. Das Wohnhaus ist trotz Hanggelände barrierefrei. Das moderne Energiekonzept ist autark mit Erdwärme und PV-Anlage. Hier leben sieben Personen.
Bisherige Preisträger:
2016: Büro- und Geschäftshaus Borngasse 4
2018: Kindertagesstätte „Kastanienzwerge“ in Kleinwaltersdorf
2020: Wohnhaus am Mühlgraben 10
2022: Wohn- und Geschäftshaus Anton-Günther-Straße 7d
2024: Einfamilienhaus in der August-Ferdinand-Anacker-Straße 29




