Designerpreis für Gitarre mit Astloch

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So sehen Sieger aus: Tim Walter, rechts und Roy Fankhänel, stellen nachhaltig produzierte Gitarren her. Mit diesem Exemplar namens Gignera haben sie den sächsischen Staatspreis für Design errungen. Unten ist das Astloch im Korpus zu sehen, kein Grund, das Holzmaterial zu entsorgen. Foto: Christof Heyden

Dresden/Burgstädt/Oelsnitz. Erfolgreich aufgespielt – diese Devise gilt für Tim Walter und Roy Fankhänel: Mit ihrer Gitarre haben die beiden Musikinstrumentenbauer den sächsischen Staatspreis für Design 2020 eingespielt. Wirtschaftsminister Martin Dulig ehrte im Rahmen der gestrigen Auszeichnungsveranstaltung des renommierten Gestaltungswettbewerbs die unter dem Markenzeichen Odem-Guitars tätigen Erzgebirger.

Zum 17. Mal war der vom Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr getragene Wettbewerb ausgelobt worden, der die besten Designleistungen in den Kategorien Produktdesign, Kommunikationsdesign und Design im Handwerk sowie junges innovatives Nachwuchsdesign gesucht hat. Erstmalig bundesweit wurde der Sonderpreis »Design macht Arbeitsschutz attraktiv« ausgeschrieben.

Das Spektrum der Designleistungen ist laut Jury außergewöhnlich groß und zukunftsweisend: von technologisch-medizinischen Erfindungen, über ultra-leichte Regenbekleidung, Ringe, die in der Erde gefertigt werden bis hin zu einem Roboter-Arm, der menschliche Bewegungen nachahmt.

Das ist die preisgekürte Gitarre. Foto: Christof Heyden

Der Sächsische Staatspreis für Design würdigt innovative gestalterische und zukunftsweisende Leistungen. Dies geht weit über funktionales und ästhetisch anspruchsvolles Design hinaus. Mit dem Credo »Nachhaltigkeit durch Design und Verantwortung für die Zukunft« steht Design als Mittler zwischen Mensch und Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt im Fokus. Es wurden innovative und nachhaltige Designleistungen ausgezeichnet, die auf ihre Weise wichtige Beiträge zur Verbesserung der Lebensumstände, für eine energie- und ressourcenschonende Produktion, die Gestaltung einer umweltbewussten Gesellschaft und im Arbeitsschutz die wichtige Komponente sozialer Verantwortung leisten«, so Minister Dulig.

Nach zweimaliger coronabedingter Terminänderung konnte die Preisverleihung im Bergpalais und dem Schlosspark Pillnitz stattfinden. Geladen waren im kleinen Rahmen die nominierten Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie Mitglieder der hochkarätigen Jury.