Harraswanderweg herausgeputzt

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Die ehrenamtlichen Putzteufel schaffen auch am Aufgang zum Harrasfelsen Ordnung und beseitigen Sturmschäden. Foto: Christof Heyden

Mit konditioneller Puste, handwerklichem Geschick, guter Laune und kleinen Haushalttricks rückten die Braunsdorfer zum Frühjahrsputz 2018 heraus.

Braunsdorf. So gehörte zur Neuauflage des von den Einheimischen seit elf Jahren praktizierten ehrenamtlichen Verschönerungseinsatzes eine Flasche mit Essigessenz zur unabdingbaren Ausrüstung. Aufmerksamen Kunden des Nahverkehrs dürfte die pfiffige Idee der Putzexperten nicht entgehen. „Nach 25 Jahren haben wir endlich die alten Aufkleber und den Reklamerest von den Scheiben und Metallteilen unserer beiden Bushäuschen herunterbekommen“, sagte die mit Kratzutensilien ausgestatte Margitta Fischer.

Arbeitseinsatz in Braunsdorf. Zwei Bushaltestellen werden frühjahrsfit: gemacht, Foto: Christof Heyden

War es ohnehin höchste Zeit, die blinden Scheiben der Wartestände einmal von Schmutz, Fliegendreck und Schmierereien zu befreien, erwies sich ein unter der Woche vorab vollzogener Praxistest als Volltreffer. „Das ist wirklich eine Geheimwaffe, alle bisher versuchten Putzmittel packten dies nicht, der alte Leim löst sich“, zeigte sich auch Kerstin Maywirth von dem gelungen erfrischenden Tagwerk angetan, die Buswartehäuschen auf Vordermann zu bringen.

Mit Pinsel und Farbtopf ausgestattet waren auch Kati Scheiter und Jana Meinig ab den frühen Morgenstunden frischen Anstrich gebend im Zschopautal unterwegs. „Wir streichen Bänke entlang der Wanderwege und das Zollhäuschen am Brückenübergang“, erklärte Kati Scheiter, die mit ihrer Kollegin zu den Vereinsfrauen des Karnevalvereins Braunsdorf zählt. Gut gelaunt rückten sie ausgetrocknetem und verwittertem Holz zu Leibe.

Auch das symbolische Zollwärterhäuschen bekommt einen frischen Anstrich. Foto: Christof Heyden

Wanderer entlang der Strecken unterhalb des Schlossparks Lichtenwalde staunten nicht schlecht, die tatendurstigen Malermädchen mit der Sonne um die Wette lachen zu sehen. „So mancher meckert, moniert, dass sich die Heimatgemeinden aufhübschen sollten. Indes, besteht die Chance dafür etwas tun, bleiben sie weg. Aber die Zeit findet sich, einmal an einem Aktionstag teilzunehmen.“ Genau von diesen Intensionen ließen sich über 30 Teilnehmer des einst Subbotnik genannten Aktionstages leiten.

„Sie zeichnet eine gehörigre Portion Lokalpatriotismus aus und sie zeigen, dass ihnen ihr Heimatort am Herzen liegt“, zeigte sich Mitorganisator Holger Maywirth angetan von der Resonanz.