Zu 25. Mal engagierten sich Christen der Adventgemeinden bundesweit für die karitative Hilfe für Kinder in Osteuropa. Seit Dienstag rollt auch die Fracht der Erzgebirger gen Nordmazedonien.
Ehrenfriedersdorf. An Bord des Weihnachtsbrummis sind 1.943 Päckchen, gepackt von Mädchen und Jungen und deren Eltern, aber auch Kita-Gruppen und Klassen von Grund- und Förderschulen sowie Gymnasien aus dem gesamten Erzgebirge sowie gemeinnützigen Initiativen. Über sechs Tonnen Fracht bringen diese Gaben auf die Waage. „Diese wiegt umso mehr, wenn man bedenkt, dass Plüschtiere und Spielzeug, Schul- und Bastelbedarf sowie Winterbekleidung den Hauptanteil der karitativen Geschenkelieferung ausmachen“, freut sich Angela Völker.

Die Erzgebirgerin organisierte im Zentrallager Ehrenfriedersdorf zum 6. Mal die Hilfsaktion, die von Christen der Adventgemeinden zwischen Annaberg und Zwickau, Crimmitschau und Schneeberg sowie Olbernhau und Falkenau initiiert wurde.
„Insgesamt 33 Einwegpaletten haben auf dem Lkw Platz gefunden, eine jede besteht aus 126 Päckchen, die je nach Inhalt zwischen 300 bis 380 Kilogramm schwer sind.“ Jeden Zentimeter der Ladefläche galt es auszunutzen, damit so viel wie möglich der Spenden mitgenommen werden. Es heißt effektiv zu packen und zu transportieren. Immerhin muss die Adra-Organisation für eine Fuhre rund 5.000 Euro für Logistik und Fahrt berappen. Insofern freuen sich die Initiatoren, dass viele der Päckchenpacker auch einen kleinen Beitrag für diese Unkosten beigesteuert haben.

Angela Völker zeigt sich mit dem Ergebnis des 25. Sammeljahrgangs dieser Initiative sehr angetan. „Wir sind auf breite Resonanz gestoßen, die Bereitschaft war groß. Manch Privatperson packte ein Geschenk, wie sich auch andere Kirchgemeinden und Glaubensorganisationen anschlossen. Ein Beispiel für gelebte Ökumene.“
Ermutigend ist die Tatsache, dass die Päckchen liebevoll und werthaltig gepackt worden sind. Im Schnitt verkörpern die Geschenk-Behältnisse eine 50 Euro-Investition. Sie sind durchweg mit sinnvollen und nützlichen Dingen bestückt und genauso mit jenen Gaben wie Kuscheltieren versehen, die bei den kleinen Adressaten manche Träne befördern dürften“, weiß die Koordinatorin aus eigenem Erleben.
Auch in diesem Jahr werden Adra-Boschafter vor Ort an der Übergabe beteiligt sein und per Fotos und Videos von der Geschenkeaktion berichten. (hy)



