Pyramide dreh dich! hieß zum Weihnachtsauftakt auch bei Andreas Herklotz die Devise. Der Steinbacher Autor und Sammler startet in diesen Adventstagen auch sein viertes Buchprojekt.
Steinbach. Zum ersten Adventswochenende hat auch der Steinbacher seine zweistöckige Außenpyramide mit Freunden und Nachbarn in Bewegung gesetzt. Im Erzgebirge hat sich der gelernte Möbeltischler selbst einen geschätzten Namen als Pyramidenfachmann erarbeitet. Spätestens mit dem 2019 von ihm im Eigenverlag herausgebrachten Buch „Das Erzgebirge und seine Pyramiden“ gilt Andreas Herklotz als Chronist dieser speziellen aber charakteristischen Eigenheit der Region
„Ich war damals positiv überrascht, dass mein Vorhaben, eine solche Lektüre mit den Freilandpyramiden herauszugeben, so nachgefragt war. Dies hat mich ermutigt, zwischenzeitlich weitere Nachforschungen zu betreiben und ein zweites Buch herauszugeben“, sagt der Mittfünfziger.

Das Mitglied des örtlichen Erzgebirgszweigvereins hat seitdem ungezählte Fahrten durch das Erzgebirge unternommen, um Ortspyramiden, privaten Exemplare aber auch andere Highlights rund um diese Traditionsteile in Erfahrung zu bringen. „Über 600 derart Bauwerke habe ich bislang erfasst. Dazu gibt es vieles Historisches, Interessantes und Anekdoten zu erzählen“, konstatiert Andreas Herklotz. Der hat längst den Radius seines Einzugsgebiets in den zurückliegenden Jahren erweitert und ist über den Erzgebirgskreis hinaus auf Suche nach derartigen Schmuckteilen gegangen. Dazu zählen im Zwickauer Raum, in Döbeln und Hainichen aufgestellte Drehteile und deren Erbauer.
Bei seiner Spurensuche geht es dem Fan erzgebirgischer Lebensart weniger darum, zu erfahren, wer die größte, schönste oder sonst welche Attribute verfügende Pyramide sein Eigen nennt. „Jeder Ort hat eine andere Geschichte. Pyramide erzählen diese, das macht für mich den Reiz aus. Dabei geht es oft um den Bergbau, der im Erzgebirge das Leben bestimmte“, erklärt Andreas Herklotz. „Gerade von diesem Aspekt, dass im Erzgebirge alles vom Bergbau herkommt, soll das bestimmende Thema meines nächsten, jetzt ausgelösten Buchprojektes werden“, verrät der gebürtige Rothenthaler.

Im Moment bin ich auf Recherche für mein viertes Buch. In diesem möchte ich gern alles vereinen, was es im Erzgebirge noch in Sachen Bergbau zu sehen und zu erleben gibt. Ich will den Aspekt herausstellen, wie die Dorfgemeinschaften und Nachbarschaften zusammenhalten, welche Netzwerke oft im Ehrenamt das Montanerbe erhalten und es weitergeben. Da dies ein großes Spektrum bedeutet, habe ich mich beispielsweise an die Bergbrüder- und Knappschaften Sachsens mit der Bitte gewendet, mich zu unterstützten. Mir geht es dabei um Bilder, Informationen und das Einverständnis, Material für die Erarbeitung meines neuen Buches zu erlangen Ein derart ehrgeiziges Vorhaben kann nur in Zusammenarbeit gelingen“, hofft der Steinbacher 2026 neues Futter für sein Buchprojekt zu erhalten. (hy).
Kontakt: www.selbstverlag-herklotz.de





