Eine original bergmännische Erzgebirgsweihnacht wollen die Silberstädter auch mit der 34. Auflage des Freiberger Christmarktes 2025 bieten. Dabei sprechen die traditionsbewusst-facettenreichen Offerten an den Adventsbuden und Verkaufsständen alle Sinne an.
Freiberg. In die kulinarischen Versuchungen ordnet sich ein Handteller kleines und 20 Gramm leichtes aber den Geschmacksnerv wirkungsvoll schmeichelndes Backwerk ein: die Freiberger Spitzen.
Der spezielle Pfefferkuchen trägt die Handschrift der Genusshandwerker der Bäckerei Schramm aus Dorfchemnitz. Bäckermeister René Buschmann und sein Backstubenleiter Mario Köhler haben diese lukullische Variante in Zusammenarbeit mit Händler Gerd Gmeiner, dem Marktteilnehmer kreiert. „Nach der Premiere im Vorjahr mit Geschmackstest durch die Kunden, sind die Freiberger Spitzen auch diesmal fester Angebotsbestandteil“, sagt der Freiberger, der seit der zweiten Auflage des Christmarktes regelmäßig mit seinem Süßigkeiten-Stand dabei ist.

„Durch diese langjährige Begegnung mit den Gästen habe ich deren Vorlieben aber auch Wünsche kennen gelernt. Darunter war ein solches Produkt, wie wir es jetzt anbieten. Und mit Obermeister René Buschmann kenne ich einen Fachmann, der stetig neuen Kreationen offen gegenübersteht“, so Gerd Gmeiner. „Dieser Lebkuchen steht in der Linie der bekannten Marken aus der Lausitz, zeichnet sich aber durch eine andere Rezeptur aus.“
Für diese zeichnet Mario Köhler verantwortlich. „Sie ist eben erzgebirgisch“, sagt er schmunzelnd, um diese den Landstrich ausmachenden Zutaten nicht zu verraten. Selbst in Pulsnitz bei Pfefferküchlern zum Arbeitsbesuch weilend, verweist er allenfalls auf Anis und Fenchel als Gewürzbestandteile.

„Es war ein langer Prozess, diese aromatische Mixtur im Unterscheid zu anderen Herstellern zu entwickeln. Und auch die Produktion bleibt noch immer eine handwerkliche Herausforderung, gerade die Verarbeitung der gehaltvollen Covertüre verlangt viel Knowhow und ist selbst von Wettergegebenheiten abhängig. Man braucht dafür viel Zeit und ebenso viel Gefühl, um den Teig heranreifen zu lassen, die Säure muss stimmen“, so der Dorfchemnitzer.
Schon der heutige Eröffnungstag zeigte die generationenübergreifende Nachfrage der regionalen saisonalen Backware, die zu einem Dutzend Exemplare pro Tüte zu erhalten ist. (hy)





