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Wo Weltwissen auf Werkstatt trifft: makers united 2026 macht internationale Innovation sichtbar

Maker Residence, Young Makers Day, internationales Symposium und Mitmachfestival: Vom 17. bis 27. Juni wird die Chemnitzer Region erneut zum Treffpunkt für Robotik, Handwerk, Materialforschung, Bildung und Cross-Innovation.

Chemnitz. Was passiert, wenn ein Ingenieur und Künstler aus Ghana im Esche-Museum zurGeschichte der Textilindustrie arbeitet, japanische Maker DIY-Robotik und Kintsugi nach Chemnitz bringen, ein Möbeldesigner aus den Niederlanden mit recyceltem Linoleum
experimentiert, aus Müll 3D-Filament hergestellt wird, ukrainische Makerinnen CNC, Hacklab-Kultur und Prothetik-Wissen teilen und rund 750 Schülern und Schülerinnen an einem Tag selbst zu jungen Maker werden..?
Dann ist wieder makers united !

Am 27. Juni 2026 öffnet das internationale Mitmachfestival für Creative Innovation, Technik, Handwerk, Kunst und Wissenschaft in der Stadthalle Chemnitz seine Türen für das breite Publikum. Bereits am 26. Juni erleben beim Young Makers Day rund 750 Schüler und
Schülerinnen in kompakten Workshops, wie aus Neugier praktisches Wissen entsteht.
Und schon ab dem 17. Juni beginnt mit der Maker Residence 2026 das dezentrale Herzstück des Programms: Rund 20 Internationale Maker, arbeiten in offenen Werkstätten der Region, entwickeln Projekte weiter oder neu, tauschen Wissen aus und machen sichtbar, wie lebendig die Maker-Region ist.

„Makers united ist kein klassisches Messeformat; es ist ein Ort, an dem man Dinge anfassen, ausprobieren, zerlegen, neu denken und gemeinsam weiterbauen kann“, sagt Lianne van de Laar, Projektleiterin Maker e.V . „Uns geht es nicht nur um Technik, sondern um Selbstwirksamkeit: Menschen erleben, dass sie vielseitig gestalten können, egal ob sie neun Jahre alt sind, ein Unternehmen führen, an einer Universität forschen oder einfach neugierig sind.“
Auch 2026 bleibt der Zugang zu makers united für Schulen und das breite Publikum kostenlos. Möglich wird das durch die Unterstützung der Sponsoren AUPROTEC und community4you .

Von Robotik bis Textilhandwerk: Ein Festival zum Anfassen
Das Programm von makers united 2026 zeigt die ganze Bandbreite der Maker-Kultur: Am Gemeinschaftsstand von AUPROTEC und Vectorlab können die Besucher ein kleines Camping-DIY Projekt unter Anleitung selber bauen und persönlich gestalten. Siemens bietet Einblicke in Robotik, bei enviaM wird in die Welt von Energie und Technik eingetaucht, und die Wavesurfer AG des Gymnasiums Waldenburg macht naturwissenschaftliche Prozesse erlebbar. Bei Sachsen Guss kann man selbst Eisen gießen, und auch Thor Lohse ist wieder mit viele Experimente zu sehen: als der jüngste Aussteller von makers united, ist er über die Jahre mit dem Festival gewachsen und prägt es
bis heute als junger Maker mit.
Dazu kommen unter anderem Drohnentechnik, Musikkomposition über Bodytracking, Künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Coding, Holzarbeit, Fahrzeugtechnik, Textilhandwerk, Glasgravur, 3D-Druck ‘neu gedacht’ und Robotik aus unter anderem Japan und den
Niederlanden.
Auch Universitäten, Hochschulen, Unternehmen, Vereine und Initiativen sind dabei. Sie geben Einblicke in Mathematik, Technik, Naturwissenschaften, Informatik, Gestaltung und Handwerk, nicht als trockene Theorie, sondern als konkrete Erfahrung: ausprobieren,
scheitern, weiterdenken, selber machen.

Maker Residence 2026: Internationale Gäste in der Region
Bereits vor dem Festival startet die Maker Residence 2026 . Vom 17. bis 25. Juni arbeiten rund 20 internationale Maker in verschiedenen Makerspaces, Museen und Werkstätten der Region. Das dezentrale und einzigartige Programm geht 2026 in seine dritte Runde und hat
sich in kurzer Zeit zu einem nachhaltigen internationalen Netzwerk entwickelt.
Im Esche Museum ist Emmanuel Aggrey Tieku aus Ghana zu Gast. Der Civil Engineer und aufstrebende Künstler teilt seine Zeit zwischen Ghana, Paris und München auf und beschäftigt sich mit den Folgen globaler Textilströme: Strände, Landschaften, Berge und Städte aus entsorgter Kleidung und alttextilien sind Ausgangspunkt seiner installativen Arbeiten.

Im Lehngericht Augustusburg sind im Rahmen des RisoLab Projektes unter anderem Wout Zweers und Yvon Masyn zu Gast. Wout leitet einen Makerspace in Enschede und ist mit der Region durch Aufenthalte in Lößnitz, Plauen, Chemnitz und Augustusburg bereits
eng verbunden. Yvon kommt ebenfalls zum zweiten Mal in die Region und hat makers united 2025 mit seinen fliegenden Objekten bereichert.
In Plauen hostet das Sternenlabor drei weitere internationale Gäste: Wouter Klop reist aus Eindhoven an und entwickelt seine bekannten Balance-Roboter weiter. Unterstützt wird seine Residency durch seine Firma Interlox. José Manuel González Martínez aus Málaga, der im vergangenen Jahr im Buntspeicher Zwönitz ein programmierbares Lichtobjekt hinterließ, arbeitet als STEAM-Educator und Light-Electronics-Künstler weiter an der Verbindung von Bildung, Licht und Elektronik.

Im Kulturwerk Schneeberg liegt der Fokus auf Materialrecycling für 3D-Druck und aunatürlichen Materialien. Zu Gast sind Hiroshi Sato aus Japan mit seinem Earthball-Projekt und traditionellen japanischen Wandtechniken sowie der niederländische Möbeldesigner Jelmer Reus , der mit Linoleum und recyceltem Linoleum arbeitet. Unterstützt wird dieses Projekt durch den Mikroprojektefonds von Chemnitz 2025.
In Olbernhau setzen Marta Romani und Karl Logge aus Sardinien ihre langjährige Verbindung zur Region fort. Die beiden Textilakteur:innen gaben bereits 2024 und 2025 zahlreiche Workshops in der Region und bringen auch in diesem Jahr klassisches textiles Handwerk mit Zukunftsfragen und regionaler Bergbaugeschichte zusammen.

Am Samstag, 27. Juni , findet im Rahmen von makers united ein internationales Symposium mit Einblicken in Makerspaces aus unter anderem Japan, den Niederlanden, der Ukraine, Österreich, Polen, Slowenien und Bosnien und Herzegowina statt. (PM)
https://www.makers-united.de/makingmakerspaces

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