Hammerhansel singt sogar ein Ständchen

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Der Frohnauer Hammer im Modellformat ist von Borstendorf an seinen neuen Standort in Flöha gewechselt. Wolfgang Lange hat das Objekt in den Fritzenhof gebracht. Foto: Christof Heyden

Flöha/Frohnau. Klapp, klipp, klapp – das legendäre Frohnauer Hammerwerk pocht jetzt en miniature in Flöha. In der Außenanlage des Seniorenobjekts Fritzenhof hat der Nachbau des technischen Denkmals seinen neuen Platz mit einer raffinierten Attraktion gefunden. „Nachdem das Modell vier Jahre lang in Borstendorf, auf dem jetzt verkauften Grundstück unserer Familie stehend, ein schaulustiges Publikum gefunden hatte, erfreut es nun die Bewohner und Gäste der Einrichtung“, so Wolfgang Lange, der zu den Ideengebern und Erbauern des Holzobjektes gehörte.

Bei den Heimverantwortlichen fan ich tatkräftige Aufbauhelfer zur Seite“, so der frühere Fernsehjournalist. Und der weiß sein Miniaturbauwerk jetzt sogar um eine einzigartige akustische Attraktion zu erweitern: „Genauso berühmt wie das Hammerwerk samt Wasserrad ist Johannes Schönherr, bekannt als Hammer-Hansel. Jahrzehnte führte er Besucher durch den dem Montanwesen verpflichteten Gebäudekomplex, heute ein Bestandteil des Weltkulturerbes Erzgebirge. Ich hatte beruflich wiederholt die Gelegenheit, Hammer-Hansel in TV-Beiträgen singen zu lassen. Und so gibt es in Flöha eine kleine Hörprobe, Johannes Schönherr singt den Refrain des Hammerliedes“, erklärt Wolfgang Lange.

Der Frohnauer Hammer im Modellformat ist von Borstendorf an seinen neuen Standort in Flöha gewechselt. Wolfgang Lange, rechts, hat das Objekt nach dem Verkauf des Grundstücks seiner Familie in den Fritzenhof gebracht. Hausmeister Thomas Wünsch checkt regelmäßig den Wasserzulauf, der die Hämmer per Wasserrad antreibt. Foto: Christof Heyden


Um das Ständchen zu hören und den früheren Schmiedeexperten auch beim Arbeiten zuzuschauen, muss ein an der Anlage befestigter Kopf gedrückt werden. Mit dem wird auch die Pumpe gestartet, die das Wasserrad surren und die drei Hämmer auf ihren Amboss fallen lässt. Weit über 500 Stunden Arbeit hatten Wolfgang Lange, Bernd Poller und Wolfgang Wagner seinerzeit in den Bau des Modells investiert. „Als Herausforderung galt jetzt die Aufgabe, die Wasserversorgung zu sichern“, fügt Thomas Wünsch hinzu. „In Borstendorf wurde ein Bächlein angezapft. Wir haben das Pumpensystem so umgebaut, dass das Wasser unseres Gartenteichs angesaugt wird und das Mühlensystem antreibt.“