In Chemnitz wird künftig kriminologisch geforscht

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Spurensicherung ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Kriminalpolizei. Symbolfoto: Christof Heyden

Chemnitz. In Chemnitz wird ab August das Zentrum für kriminologische Forschung Sachsen seine Tätigkeit aufnehmen. In Kooperation mit der TU Chemnitz wird es zu allen Teilbereichen der Kriminologie und Kriminalpolitik forschen. Justizministerin Katja Meier hat für dieses Vorhaben heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 308.000 Euro übergeben. „Mit der Einrichtung und Förderung des Vorhabens wird ein wichtiges rechtspolitisches Vorhaben des sächsischen Koalitionsvertrags 2019-2024 umgesetzt“, so Pressesprecher Matthias Fejes.

Die unabhängige Forschungseinrichtung hat die Aufgabe, grundlagen- und praxisorientierte kriminologische Forschung durchzuführen und zu fördern. Forschungsergebnisse werden publiziert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Träger der Einrichtung ist der im Januar 2021 in Chemnitz gegründete, gleichnamige gemeinnützige Verein. Ihren Sitz soll die Forschungseinrichtung künftig am Chemnitzer Brühl in unmittelbarer Nähe der neuen Universitätsbibliothek der TU Chemnitz haben.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forschungseinrichtung sollen interdisziplinär arbeiten und dabei Methoden, Erfahrungen sowie Erkenntnisse aus den beteiligten Fachrichtungen einbringen. Forschungsthemen sollen alle Teilbereiche der Kriminologie und Kriminalpolitik umfassen.
Im Fokus stehen die Beschreibung, Erklärung, Wirkung und Wahrnehmung von Kriminalität, Strafverfolgung und strafrechtlichen Sanktionen.

Ein weiterer wichtiger Auftrag ist es, mit niedrigschwelligen und allgemein verständlichen Formaten die gewonnenen Erkenntnisse öffentlich zu vermitteln sowie zu diskutieren und damit zu einer faktenbasierten öffentlichen Wahrnehmung von Kriminalität beizutragen. (Matthias Fejes)