Beinkleider der Bayernkönigin im Erzgebirge gezeigt

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Robby Schubert und Nancy Müller freuen sich über "adelige" Strümpfe der Prinzessin Adelgunde aus Bayern. Foto: Christof Heyden

Gelenau. Das Ausstellungsteam des einzigartigen deutschen Strumpfmuseums in Gelenau freut sich: Sieben exquisite Paar Feinstrümpfe der Prinzessin Adelgunde zu Bayern haben die Erzgebirger überraschend erreicht. Die Beinkleider aus Seide sind seinerzeit für die bis in die 1950er Jahre lebende Königstochter Ludwig III. hergestellt worden. Die gewirkten Exemplare tragen den Vornamen der blaublütigen Dame und eine stilisierte Krone im Gewebe.

Eine mit dem früheren Königshaus verbundene 86-jährige Dame aus Unterhaching hat die Stücke den Gelenauern und deren 20.000 Exemplare umfassenden Sammlung geschenkt. Deren Mutter war einst Patenkind einer Großtante am Hofe. Diese wiederum kam dadurch in den Besitz der Beinkleider.

Der gewirkte Schriftzug Adelgunde im Beinkleid. Foto; Christof Heyden

Für Robby Schubert wahrlich ein Schatz. „Hervorragende Qualität, so etwas Filigranes fehlte uns noch in der Ausstellung“. Die soll nun, so hoffen die Erzgebirger, mit Rückgang der Corona-Infektionszahlen demnächst auch wieder öffnen. Dann können Prinzessinnen-Strümpfe begutachtet werden.

Das in der Ausstellungsvitrine gezeigte Foto von der Prinzessin Adelgunde entstand 1912. Foto: Christof Heyden