Die Augustusburg in Farbe, Stoff und Ton

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Uwe Verchau aus Dresden hat alle acht Veranstaltungen miterlebt. Der Dresdner wusste mit seinen per Sublimationsdruck dekorierten Erzeugnissen wie Fotofliesen, Untersetzer und Tassen die Aufmerksamkeit zu wecken. Foto: Christof Heyden

Einen stimmungsvollen Farbtupfer wussten die Augustusburger zu setzen: Die Aktion Kunst in der Altstadt zog Schaulustige an.

Augustusburg. Zum 8. Mal lud eine Initiative von Mitgliedern aus Kulturförder-, Ski- und Badverein zum Kunstprojekt Altstadt ein. Zwischen der Stadtkirche St.Petri und dem städtischen Bürgerhaus hatten elf Kunsthandwerker und ein Dutzend Schüler des hiesigen Regenbogen-Gymnasiums ihre Marktstände vorbereitet. Bei besten Rahmenbedingungen nutzten von Eröffnung an schaulustige Einheimische aber auch weitgereiste Gäste das Erlebnis- und Kaufangebot. Über die Aktionsfläche flanierend, lernten die Besucher die Handschriften und Werke von Grafiker, Bilddesigner, Keramikerin, Schmuckgestalterin, Maler, Illustratorin und Papierfalttechnikerin kennen.

Alle Veranstaltungen des gern angenommenen Kunsttreffs erlebte Uwe Verchau mit. Der Dresdner wusste mit seinen per Sublimationsdruck dekorierten Erzeugnissen wie Fotofliesen, Untersetzer und Tassen die Aufmerksamkeit zu wecken. Eine Brise fernöstlichen Flairs stellte sich bei Mona Enayot ein. Die stammt aus Ägypten und hat ihren Lebensmittelpunkt in Leipzig gefunden. Die auch als Illustratorin und Übersetzerin arbeitende Künstlerin lernte ihr berufliches Einmaleins als Meisterschülerin von Malerlegende Wolfgang Mattheuer.

Nicht nur sie wusste das stimmungsvolle Ambiente und die lockere Unterhaltung zu schätzen. Als jüngster der schöpferischen Runde reihte sich elfjährige Louis Hänel in die Marktgilde ein. Der Flöhaer zeigte, dass ihm auch Talent für die Bildende Kunst gegeben ist. Jüngst hatte er sich bekanntlich den Siegpreis im Nachwuchsliteraturwettbewerb des Erzgebirges geholt. Die Altstadt von Augustusburg selbst einmal als Vorlage für ein Kunstwerk aus Keramik zu schaffen, unterbreitete Cornelia Meyer. Die Flöhaerin hatte dafür markante Stadthäuser in Ton gebrannt als einzelne Elemente vorgefertigt, die die Besucher nach Belieben rund um die Augustusburg gruppieren konnten.

„Ein gelungener Beitrag, etwas zur Belebung unserer Stadt beizutragen“, zeigte sich Andrea Buschbeck vom Gastgeberteam erfreut. „Mit der Aktion wollen wir auch Künstlern, die kein Atelier vor Ort besitzen, die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren.“ Ihr Dank galt den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und den Anwohnern für die aufgeschlossene Unterstützung und das Verständnis.