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Chemnitzer Eisenbahnfreunde laden zur Mondscheinfahrt

Mit einstiger Kultlokomotive V60 geht es zum Mittelalterspektakel nach Wolkenstein. Der Ticket-Vorverkauf startet.

Chemnitz-Hilbersdorf/ Wolkenstein. Nachdem sich die Nostalgiefahrt per Dampfzug durchs Erzgebirge zum Osterfest als ein Erlebnisknüller erwies, präparieren die Mitglieder des Sächsischen Eisenbahnmuseums Hilbersdorf ein neues Schienenabenteuer: auf zum Burgfest nach Wolkenstein lautet die Devise. „Nach über einem Jahrzehnt laden wir Eisenbahnfans aber auch Freunde des mittelalterlichen Spektakels wieder zu einer Mondscheinfahrt ein. Wir steuern mit der Sondertour das 31. Bergfest in Wolkenstein an“, so Maximilian Thieme vom Vereinsvorstand.

„Bekanntlich findet regelmäßig an Christi Himmelfahrt und den drei Tagen hernach das originelle Treffen statt, welches auf vielfältige Weise frühere Lebensart vorstellt“, so Thieme. „Und wie es Sitte war, werden Gäste auf das Trefflichste unterhalten. Wir wollen als Eisenbahnhistoriker einen kleinen speziellen Beitrag leisten.“

Das Signal wird am 9. Mai auf Abfahrt gestellt, 17:30 Uhr wird sich der Traditionszug in Richtung Zschopautal von Chemnitz aus in Bewegung setzen. Mit dem geht es kurz vor Mitternacht dann wieder begrab retour. „Und da es zu einem Spektakel der Zeitgeschichte geht, rollen auch wir mit einem betagten aber schmuck aufgearbeiteten Zugtier: eine V60-Lokomotive“, so Jonny Ullmann vom Presseteam. „Der Sonderzug aus den 1970er und 1980er Jahren wird von der authentischen Diesellok 345 137-4 der ehemaligen Deutschen Reichsbahn gezogen. Diese nennt der Verein Sächsisches Eisenbahnmuseum e. V. seit kurzem wieder seine Eigene.“

Die Mondscheinfahrt zum Burgspektakel Wolkenstein wirft Schatten voraus: Johnny Ullmann und Maximilian Thieme, links, präparieren im Eisenbahnmuseum Hilbersdorf die Sonderzugwagen für die Ausfahrt ins Zschopautal. Foto: Christof Heyden

Die Geschichte dieser im Lokomotivbau Elektrotechnische Werke Hennigsdorf gebauten dieselhydraulischen Maschine begann 1981. Ursprünglich für den mittelschweren Rangierdienst konzipiert, fand sie ihr Haupteinsatzgebiet in den Rangierbahnhöfen von Sachsen-Anhalt sowie auch im Bauzugdienst. Nach der Wende übernahmen verschiedene private Eisenbahnverkehrsunternehmen diese Lokomotive, bis sie schließlich 2023 ihren Weg in die Sammlung des Vereins fand. Diese, in typisches Orange gekleidet, wird in den kommerziellen Einsatz als auch den Museumzugbetrieb eingeordnet. (hy)

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Autor

Christof Heyden
Christof Heydenhttps://www.erzgebirge.tv
in Chemnitz lebend, geb. 1961 in Pirna, Diplom-Kulturwissenschaftler Humboldt-Uni Berlin, seit 1993 Freier Journalist und Pressefotograf. Mailadresse: christof.heyden(at)erzgebirge.tv

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