Stahlrösser schnaufen auch am Karfreitag

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Schnaufend erklimmt ein mit Vorspannlok bespannter Zug der Fichtelberg-Bahn die Anfahrt auf die Endstation, muss nur noch das Viadukt von Oberwiesenthal passieren. Zum Osterfest ist die technische Attraktion ein Besuchermagnet. Foto: Christof Heyden

Auch zum Osterfest macht die Fichtelbergbahn mächtig Dampf auf. Seit dem Karfreitag wird sogar mit Vorspannlok gefahren, um die Transportkapazität zu erhöhen.

Oberwiesenthal. Besuchermassen sind zum Osterfest auch im Erzgebirge unterwegs, wollen beispielsweise der Eisenbahnattraktion Fichtelbergbahn und der höchsten Stadt Deutschlands, Oberwiesenthal einen Besuch abstatten. Für junge Leute wird der Ausflug allemal zum Erlebnis.
„Warum läuft da Wasser in die Lokomotive und warum dampft es aus dem Bauch?“ Die Knirpse waren heute aufgeweckte neugierige Passagiere. Denn ein Stahlross auf Schmalspurschienen im Doppelpack hatten die wenigsten der Smartphone-Generation bislang schon gesehen. Staunend verfolgten sie die Rangierarbeiten im Bahnhof, beobachteten das Bunkern von Wasser und Kohle.

Auf geht’s! Zugleiter Uwe Schulze schickt die Fuhre mit Zugführerin Carmen Schott auf Reise gen Cranzahl. Foto: Christof Heyden

„Statt mit acht Waggons und einem Packwagen werden während der Feiertage zehn Passagierwagen angekuppelt“, so Zugleiter Uwe Schulze. Die beliebte Attraktion reagiert so auf das erhöhte Besucherinteresse. „Wir haben für nahezu jede der regulären Fahrten bereits weit über 200 Ticket-Vorbestellungen, dazu kommen die Tagestouristen“, so Schulze weiter.
Pro Tour können so 330 Sitzplätze angeboten werden. Um die Tonnage zu bewerkstelligen wird ein zweites Dampfross der 7 K-Baureihe angespannt. Zusammen bringen die Lokomotiven 1200 PS auf die Schiene.  

In Hammerunterwiesenthal hat die Eisenbahn Vorfahrt und passiert die Hauptstraße. Foto: Christof Heyden