Ein Dutzend Bäckermeister haben sich in Freiberg einem neuerlichen Qualitätstest in der Praxis gestellt: welches Brot überzeugt Fachjury und Kundschaft?
Freiberg. Ein Geschmack von Weihnachtszeit stellte sich heute unter Sonnenstrahlen bei Kunden in der Silberstadt ein: die leicht süße Variante Fenchelbrot mit Korinthen mundete den Passanten eines nichtalltäglichen Verbrauchertests, wie ihnen genauso die Dinkel-Ackerbohne-Kreation gefielt. Die Burgstraße war für Stunden der Genusstreffpunkt von Fachleuten und Verbrauchern. Mittelsachsens Bäcker hatten zur Neuauflage des Qualitätstest von Brot eingeladen, welches in den Betrieben ihrer Innung gebacken wird.

In aller Öffentlichkeit stellten sie sich dem Fachurteil der Experten des Vereins Deutsches Brotinstituts. Dabei waren Kunden ausdrücklich willkommen, sich selbst einen Geschmackseindruck von der Backware zu verschaffen. Mit Michael Isensee und Sebastian Weidelt unterzogen zwei bundesweit agierende Profis vom Deutschen Brotinstitut die Produkte dem Fachurteil. Neben dem Aussehen standen für sie der Geschmack und Geruch im Blickpunkt. Die Kontrolle galt genauso der Form und Konsistenz der Backware, wie besonders die Beschaffenheit der Kruste gecheckt wurde. Die Jury wertete durchweg mit den Urteilen Sehr gut bzw. Gut.

„Ein Dutzend Handwerksmeister zwischen Altmittweida, Niederwiesa, Oederan, Frauenstein und Freiberg haben sich dieser freiwilligen Aktion gestellt, die knapp 40 Brotvarianten im Gepäck hatten“, so Innungsobermeister René Buschmann. Der Dorfchemnitzer wechselte selbst aus seiner weißen Zunftkleidung, um im Kostüm des legendären TV-Brotes Bernd für Aufmerksamkeit in der Fußgängerzone zu sorgen.

Vorgestellt wurden Weizen- und Roggenmahlerzeugnissen sowie Schrot- und Vollkornbrote. Neben traditionellem Mischbrot wurden auch jene Sorten wie mit Kürbis und oder Korinthen gecheckt. „Die Kunden schätzen immer mehr solche Backwaren, die eine lange Teigführung, als eine verlängerte Backzeit, auszeichnet. Die ist für den Magen-Darm-Trakt bekömmlicher und lässt die Bäcker auf Zusatzstoffe verzichten“, so René Buschmann. Der bestätigt, das Brot im Alltag ein Grundnahrungsmittel bleibt, wenngleich nicht jeden Morgen oder Abend davon gegessen wird. (hy)





