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Rosali aus Aue ist die schönste Ziege des Erzgebirges 2023

Zum 21. Ziegentreffen im Preßnitztal rückten die Hirten mit einem Festumzug der speziellen Art auch die Welterbe-Montanregion in den Blickpunkt

Steinbach. Die schönste Ziege des Erzgebirges meckert und grast in Aue. Fellträgerin Rosali setzte sich zur Neuauflage des originellen Wettbewerbs für Meckerliesen im Preßnitztal gegen 33 vierbeinige Mitbewerber durch. Im Stall von Jacki Uhlig beheimatet, erhielt die dreijährige milchgebende Geis mit 80 Kilogramm die meisten Stimmen eines generationenübergreifenden Publikums.

21. Ziegentreffen in Steinbach am Wildbach. Einsteigen bitte heisst die erste Aufgabe des Schönheitswettbewerbs für Vierbeiner im Erzgebirge. Aus Thüringen kommt Michi mit seinem Hirten Kurt Rauschenbach. Foto: Christof Heyden

Neben Ziegen aus Steinbach und umliegenden Gemeinden ging mit Michi auch eine seltene Haustierrasse von Besitzer Kurt Rauschenbach aus Altenburg-Nobitz mit der weitesten Anreise in die Konkurrenz. Der vier Hörner tragende Bock sicherte sich Platz drei der Wertung.

Rosali aus Aue mit Besitzerin Jacki Uhlig. Siegerin 2023. Foto: Christof Heyden


Die zweitägige 21. Auflage des Schönheitswettbewerbs begann in bewährter Manier mit der Anreise der Wettbewerbskandidaten und deren Hirten mit der Schmalspurbahn zum Laufsteg an der Raststätte Wildbach vom hiesigen Erzgebirgszweigverein. Dafür wurde zum Erstaunen vieler Fahrgäste auch aus anderen Regionen Deutschlands extra ein Güterwaggon einrangiert.


Mit Heinz errang eine Ziege der gastgebenden Steinbacher Hirten von Patrick Westenburger den Sieg im Wettlauf als weiteren Ereignisbeitrag. Mehrere Hundert bestens gelaunte Zuschauer säumten mit Fotos und Handy ausgerüstet dafür die Ziegenwettlaufgasse.

21. Ziegentreffen in Steinbach am Wildbach. Scjhnappschuss vom Ziegen-Wettlauf, einer der Vorläufe ist im Ziel. Foto: Christof Heyden

Mit einem stehenden Festumzug wussten die Ziegenhirten ihr Publikum diesmal mit einem weiteren besonderen Programmbeitrag zu unterhalten. Sie stellten gemeinsam mit ihren Vierbeinern typische Lebensweisen und handwerksberufe in der Montanregion Welterbe Erzgebirge vor. Dazu zählen Reifendreher, Schindelmacher oder Posamentierer.

21. Ziegentreffen in Steinbach am Wildbach. Mehrere Hundert Gäste verfolgten auch eine kleine Darstellung der Ziegenhirten zum Thema Kultur und Handwerk im Erzgebirge. Foto: Christof Heyden

Stand der Sonntag im Zeichen der Vierbeiner, galt es am Sonnabend für Zweibeiner zu zeigen, was sie zu verdrücken vermögen. Diesmal wurden zum Wettessen beim Wildbachwirt Grüne Klitscher serviert. Marcel Dallinger aus Steinbach setzte sich mit einem verspeisten Kilo dieser Traditionsspeise ohne Apfelmus oder Zuckerbeigabe gegen seine Konkurrenten durch. (HY)

21. Ziegentreffen in Steinbach am Wildbach. Diesmal luden die Hirten mit einem stehenden Festzug zur Zeitreise in ihrer Gemeinde und dem Erzgebirge ein. Renato Wagner, links, als Nachtwächter, Jonas Gruchow mit Ziegenbock Moritz vorm handwagen und Kräuterfrau Kerstin. Foto: Christof Heyden
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Autor

Christof Heyden
Christof Heydenhttps://www.erzgebirge.tv
in Chemnitz lebend, geb. 1961 in Pirna, Diplom-Kulturwissenschaftler Humboldt-Uni Berlin, seit 1993 Freier Journalist und Pressefotograf. Mailadresse: christof.heyden(at)erzgebirge.tv

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