In der Zinngrube wird es international

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Im Wendejahr 1990 wurde in der Ziingrube offiziell das Geleucht gelöscht, Bergbaugeschichte war beendet. Foto: Christof Heyden

Zwei Wochen lang wirken internationale Freiwillige aus aller Welt in der Bergbaulandschaft Ehrenfriedersdorf. Sie pflegen den Kunstgraben und restaurieren die historische Grubenbahn.

Ehrenfriedersdorf. Vom 17. bis 30. Juli 2022 unterstützen 15 junge Erwachsene aus Honduras, Spanien, Bulgarien, Südafrika, Deutschland, Mexico, Belgien, Russland, Bangladesch, USA, China und Schweden bei Maßnahmen zur Erhaltung des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří.

Das diesjährige Freiwilligen-Projekt wird vor Ort gemeinsam mit dem Besucherbergwerk Zinngrube Ehrenfriedersdorf durchgeführt. Unter fachkundiger Anleitung erhalten die Teilnehmenden Einblicke in laufende Erhaltungsmaßnahmen und lernen traditionelle Techniken zur Pflege des bergbaulichen Erbes kennen. Neben dringend anstehenden Maßnahmen zur Instandsetzung des Röhrgrabens, stehen Restaurierungsarbeiten an der Grubenbahn unter Tage im Fokus.

Der Sauberg in Ehrenfriedersdorf ist einer der 17 deutschen Welterbestandorte Montanregion Erzgebirge. Foto: Christof Heyden

Ergänzt werden die praktischen Erfahrungen in der Denkmalpflege durch ein kulturelles Rahmenprogramm, das den internationalen Freiwilligen unser Welterbe und die bergbaulichen Traditionen näherbringt.

Organisiert und finanziert wird das Projekt von der Organisation European Heritage Volunteers, dem Verein Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. und dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.