Finanzspritze soll Lehngericht beleben helfen

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Im Frühjahr 2003 zeigte sich das Lehngericht eingerüstet, dringende Dachsanierungsarbeiten wurden ausgeführt. Archivfoto: Christof Heyden

Augustusburg. Mit knapp fünf Millionen Euro will die Sächsische Landesregierung in 74 Städten und Gemeinden das Kulturleben fördern. Bis zum 31. Mai konnten sich sächsische Kommunen bei der Kulturstiftung um eine Förderung im Rahmen des Programms „Kulturland 2022. Sachsen als Bühne“ bewerben.

Zu den Akteuren, die sich über eine Förderung ihrer Kunst- und Kulturveranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte 2022 freuen dürfen, zählt auch das Vorhaben Auf weiter Flur in Augustusburg. Der Verein will das seit Jahren verwaiste Lehngericht als sogenanntes Festspielhaus ertüchtigen und zu einem Domizil zur Förderung von Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung etablieren.

Laut Jurywillen sollen insgesamt 50.697 Euro in das derzeit leerstehende am Markt gelegene Lehngericht gehen. Geplant sind hier u a. die Gründung eines Filmclubs und die Einrichtung eines Buch- und Schriftstellersalons, wo bis zum Winter regelmäßig filmische und literarische Veranstaltungen stattfinden können.

Mittels eines Straßenmusikprogramms und einer Galerie der Nacht soll aus dem Lehngericht heraus die gesamte Innenstadt zur Bühne werden.

Blick in den Eingangsbereich mit Saalzugang und Garderobe in diesen Sommertagen. Foto: Christof Heyden

Nicht nur angesichts des baulichen Zustandes darf die Öffentlichkeit gespannt sein, ob dieses ehrgeizige Ziel zu verwirklichen ist.

Die meisten der geförderten Vorhaben kommen aus den Landkreisen Görlitz (17), Mittelsachsen (10) und dem Erzgebirgskreis (10). Die jeweiligen Fördersummen reichen von 10.000 Euro für kleinere Vorhaben bis hin zu 600.000 Euro. (hy)