15 pfiffige Vorschläge für Förderpreis

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Die Stadt Freiberg hat den Förderpreis zum Thema Montanregion ausgeschrieben. Grafik: Stadt Freiberg

Freiberg/Aue. Für den zweiten Förderpreis „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“ sind laut der Auer Pressesprecherin Jana Hecker 15 Vorschläge im Büro des Oberbürgermeisters von Freiberg, dem Initiator der Idee, eingegangen. Sie kommen aus ganz Sachsen: von Aue-Bad Schlema und Schneeberg bis Klipphausen und Dresden, der weiteste aus Woltersdorf bei Berlin. Vier Bewerbungen gibt es aus der Silberstadt sowie weitere aus der näheren Umgebung wie Brand-Erbisdorf, Groß-Hartmannsdorf und Reinsberg.

Laut Hecker ist das Spektrum der Vorschläge breit gefächert: Es reicht vom aktiven Erleben und touristischer Werbung bis zu fachlichen Aufarbeitungen und Projekten zum Bewahren von Traditionen.
Eins haben alle Vorschläge gemeinsam: Sie wollen das Welterbe beleben und dessen Bekanntheit fördern.

Das Kuratorium, zu dem neben der Stadt Freiberg die Stadtwerke AG, die TU Bergakademie, der Silberstadt e.V, die VR-Bank Mittelsachsen eG sowie der Verein „Welterbe Montanregion Erzgebirge“ gehören, hat nun die schwierige Aufgabe, aus allen Vorschlägen den oder die Besten auszuwählen. Verliehen werden soll der Förderpreis zum diesjährigen Welterbetag am Sonntag, 5. Juni.
 
Die Stadt Aue-Bad Schlema hat sich hierbei mit der im Herrenhaus Auerhammer geplanten Ausstellung „200 Jahre Neusilber“ beworben. 2023 soll so in Aue-Bad Schlema nicht nur die 850 Jahrfeier der Stadt Aue stattfinden und der Tag der Sachsen gefeiert werden. Es soll 2023 an die Initialzündung zur sprunghaften Entwicklung der Fertigung von Haushaltwaren, der Blechbearbeitung und des Maschinenbaus im Erzgebirge erinnert werden.

Denn 200 Jahre ist es dann her, dass Dr. Ernst-August Geitner die Herstellung von Argentan (sogenanntem Neusilber), das dem chinesischen Packfong ähnelte, gelang.  Damit war es den Metallwarenherstellern möglich, ein korrosionsbeständiges Material, insbesondere für Haushaltswaren, einsetzen zu können.

Geitner erwarb den ehemaligen Auerhammer bei Aue und errichtete eine Argentanfabrik, die 1829 die Produktion von Argentanblech aufnahm. Zuerst entstanden vor allem Dosen, Teelöffel, Zuckerzangen, Reitsporen und Kaffeelöffel.