Ein Bäumchen wartet geschmückt zu werden

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Mit diesem Zettelchen werben unbekannte Akteure in Gelenau, einen kleinen als Maibaum dienenden Nadelbaum zu dekorieren. So wollen sie ihre Meinung bekanntmachen, dass das Maibaumsetzen ein angestammtes Ritual bleibt. Foto: Christof Heyden

Ein Jahr ohne Maibaum ist nicht hinnehmbar. So denkt eine unbekannte Künstlerinitiative in Gelenau. Und hat in einer Nachtaktion ein Exemplar auf dem Festplatz positioniert.

Gelenau. Zugegeben, ein Bäumchen ist immer noch besser als gar kein Bäumchen. Dem von einer unbekannten Künstlergruppe in Gelenau ausgesuchtem Exemplar kommt zumindest der symbolische Fakt zu, einen Maibaum aufgestellt zu haben.

Seit Samstagmorgen steht der Nadler mutterseelenallein auf dem Festplatz, unterdessen mit einigen Bändchen und Accessoires dekoriert. Ein am obersten Zweig baumelnder Mundschutz erinnert sogar an den Anlass: der Corona-Pandemie ein Schnippchen zu schlagen.

Die Initiatoren wollen so ihrer Meinung öffentlichen Raum geben, dass die Maibaumzeremonie zum Ort gehört.
Bleibt abzuwarten, welch Resonanz der Aufruf findet.