Seiffener Spielwarenmacher singen

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Der Anton-Günther-Chor Seiffen lädt zum weihnachtlichen Stell-Dich ein in die Bergkirche ein. Für Freunde heimischen Zungenschlags und Satzgesanges ein Muss.

Seiffen. Heimatverbundenheit als Erzgebirger und die enge persönliche Verbindung der Chormitglieder zur Spielwarenherstellung – auf diese Tugenden setzt der renommierte Anton Günther Chor aus Seiffen. Der auf über 170-jährige Geschichte zurückblickende Chor kann auf eine lange musikalische und Vereinstradition zurückblicken. Kostproben seines Könnens sind zum Weihnachtskonzert am 20. Dezember 2019 aber 17 Uhr zu erleben.
Basis des musischen Engagements legten einst elf Männer. Die fanden sich im Spielzeugdorf Seiffen zusammen, um gemeinsam zu singen.

Komponisten wie Schubert, Silcher, Möhring, Zöllner, Gluck, Mozart, Eckart, Donizetti im Repertoire. Die Vielfalt um 1900 ist bemerkenswert: Kunst- und Volkslieder, große Chöre und Soli, Militärmärsche und Opernmusik, Singspiele und humoristische Szenen wechseln einander ab.
1904 tauchen in den gedruckten Programmheftchen die ersten Lieder in erzgebirgischer Mundart auf. 1912 tritt der MGV Eintracht dem “Erzgebirgischen Sängerbund” bei.
1963 benennt er sich um in “Anton-Günther-Chor”, um den Erzgebirgssänger und -dichter zu ehren und seine Heimatlieder zu pflegen.

Nach der Wende beschließt der Chor eine neue Satzung und lässt sich als Verein eintragen. Schon immer der Tradition verpflichtet, braucht der Verein kein generell neues Repertoire aufbauen. Im Mittelpunkt der Auftritte steht nach wie vor die Pflege des Mundartliedgutes des Erzgebirges.
Anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums, dass mit vielen Gastchören gemeinsam begangen wurde, verlieh der Bundespräsident 1997 dem Seiffner Männerchor für seine Leistungen zur Pflege des Volks- und Mundartliedgutes und zur Förderung des kulturellen Lebens die Zelter-Plakette.