Mit einem lebendigen Geschichtszug haben die Einheimischen am Wochenende ein begeisterndes Finale ihrer 675-Jahr-Feier auf die Straße gestellt.
Börnichen. Mit 1.100 Akteuren haben die Einheimischen mit Unterstützung benachbarter Gemeinden in 13 Bildern die Geschichte ihres Heimatortes erzählt. Von der Erstbesiedelung, über den Aufbau der Land- und Forstwirtschaft hin zum kulturellen Leben und dem Vereinsgeschehen im Heute reichte die Palette der Szenen.

Mit ihrem rollenden Festumzug wussten die Gastgeber am Sonntag ein begeisterndes Finale eines ohnehin anspruchsvollen und facettenreichen Programmverlaufs binnen elf Tagen zu setzen. Den knapp drei Kilometer langen Rundkurs durch die Gemeinde säumten nach Veranstalterangaben 10.000 Zuschauer aus Nah und Fern.

Beginnend mit der urkundlichen Ersterwähnung 1350 in einem Lehnsdokument von Friedrich III. des Strengen, gestalteten die Akteure einen rund einstündigen Zug. Fast vier Jahre waren dafür die Vorbereitungen im Gange gewesen.

Durchweg pfiffige und detailreiche Kulissen boten optische Hingucker. Ein Platz in der ersten Straßenreihe in mitgebrachten Campingstühlen bot gute Sicht, verhinderte aber nicht, nass gemacht zu werden. Etwa von den Akteuren der Historischen Feuerwehr, die das Kommando „Wasser marsch“ gaben.

Kamelle und Konfetti hieß auch im Erzgebirge die Devise. Beifall brandete auf, zogen Typen mit Lokalkolorit heran, wurde an das Handwerk oder die Zeit in Kita und Schule erinnert. Punkten konnten die Originale des Dorfes.

Manch Zuschauer freute sich über kleine Geschenke. Ansteckende Lebensfreude verbreiteten die Vereine des Ortes, die mit typischen Utensilien ihre Leidenschaft in den Blickpunkt rückten.

„Ein traumhafter Verlauf und vor allem gab es keine Zwischenfälle“, konstatierte Cheforganisatorin Kira Helwig zum Ende des Aufzuges erleichert. (hy)






