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Landkreis Mittelachsen will ein Gigawattprojekt befördern


Der Energiesicherung in der Zukunft hat sich der Landkreis Mittelsachsen verschrieben. Das Projekt für die Umsetzung eines privatwirtschaftlichen Gigawattprojektes wurde in Freiberg vorgestellt.

Freiberg. Die Ideengeber des Projektes um den Landrat von Mittelsachsen, Dirk Neubauer, wollen ein auf Zukunftstechnologie setzendes Projekt anregen, welches aus ihrer Sicht zum größten Konjunktur-Programm der Geschichte des Landkreises werden kann: den Bau eines Photovoltaik-Kraftwerkes- ein privatwirtschaftliche Projekt, das die 300.000 Einwohner im Landkreis mit Energie versorgen könnte.
,„Vorausgesetzt, wir ziehen zusammen an einem Strang und ergreifen die Chance“, so Neubauer, der auf das Besondere an diesem Vorhaben verweist: „Es steht sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für Genossenschaften und Kommunen zur Beteiligung offen. Alle diese unterschiedlichen, lokalen Akteure können sich einbringen. Schon nach seinem ersten Post zur Idee in den Sozialen Netzwerken hätten potentielle Investoren, wie Anlagefonds, sowie Eigentümer von Flächen, die diese für einen Solarpark zur Verfügung stellen möchten – darunter beispielsweise ein 85 Hektar großes Stück Land an der A4, gemeldet.

Die umweltverträgliche und nachhaltige Sicherung des Energiebedarfs hat der Landkreis Mittelsachsen zum Thema gemacht. Symbolbild: Christof Heyden

Nach ersten Berechnungen könnten die Solarparks mit einer möglichen Gesamtfläche von 1000 Hektar einen jährlichen Erlös von bis zu 30 Millionen Euro bedeuten bei einer Investitionssumme von 700 Millionen. Wichtig ist ihm als Landrat einen Impuls zu setzen und die Akteure zu vernetzen. „Anlass für die Idee waren die drohende Schließung des Freiberger Meyer Burger Standortes, der Wegfall von 500 Arbeitsplätzen und der Verlust der Solarproduktion in Europa“, so Neubauer. Er setzte sich auf unterschiedlichen Ebenen für eine politische Lösung ein. „Leider ohne Erfolg.“

Deshalb entstand die Idee, selbst einen Beitrag zu leisten und aktiv zu werden. Neubauer: „Der Landkreis mit all seinen Bewohnern und seiner Wirtschaft wird in den kommenden 20 Jahren einen Milliardenbetrag für Energie aufbringen müssen. Warum also sorgen wir nicht dafür, dass ein Teil dieser Wertschöpfung in den Kassen beispielsweise der Kommunen bleibt?“ Zugleich sollen nach Möglichkeit Hochleistungsmodule von Meyer Burger für die Erzeugung von Solarstrom zum Einsatz kommen und alle anfallenden Arbeiten von Unternehmen aus Mittelsachsen abgewickelt werden. „Es ist im Interesse des Landkreises, den Freiberger Standort von Meyer Burger trotz allem zu erhalten und die Zukunft weiterer regionaler Unternehmen zu sichern.“

Der Landkreis selbst wird sich zum Beginn nicht an dem Projekt beteiligen. Eine spätere Beteiligung des Landkreises möchte Landrat Dirk Neubauer jedoch nicht ausschließen. Die Entscheidung über das Ob und Wie einer Beteiligung des Landkreises müssen die hierfür zuständigen Gremien des Kreises treffen. (PM)

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