Hartmann-Dampfross wird fit gemacht

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Ein unverwüstliches Dampfross sächsischer Eisenbahngeschichte ist heute bei der Fichtelbergbahn für anstehende Werkstattarbeiten eingespurt worden. Foto: Christof Heyden

Hammerunterwiesenthal. Ein unverwüstliches Dampfross sächsischer Eisenbahngeschichte ist heute bei der Fichtelbergbahn für anstehende Werkstattarbeiten eingespurt worden. Die Schmalspurlokomotive der Reihe VI K mit Nummer 99 1733 wurde per Tieflader von ihrem angestammten Fahrrevier der Lößnitzgrundbahn in Radebeul nach Hammerunterwiesenthal gebracht. Hier wieder aufs 750 Millimeter-Gleis gesetzt, zuckelte die feuerlose Lady per vorgespannter Diesellok hinauf nach Oberwiesenthal.

„In der am Fuße des Fichtelbergs gelegenen Lokwerkstatt wird das seltene Exemplar aus der legendären Maschinenbaufirma Richard Hartmann Chemnitz stammend, die turnusgemäße Fahrzeuguntersuchung erhalten“, erklärt Bahnmeister Sven Oettel. „Dazu zählt die Druckprobe des Kessels und der Check der Radsätze.“

Bahnmeister und Verladechef Sven Oettel stellt die Weichen für die Rangierarbeiten. Foto: Christof Heyden

Laut Oettel zählt die 1927 gebaute und ehedem der sächsischen Staatseisenbahn gehörende Dampflok zu einer vor dem I. Weltkrieg aufgelegten Modellserie, die als Heeresfeldbahn ihren Einsatz fand. Später zuckelte das kohlefressende Zugtier auch in Zittau, bis der Einsatz bei der sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft im Lößnitzgrund folgte.

Insgesamt existieren noch drei Lokomotiven dieser Serie in Deutschland, so in Jöhstadt und in Baden-Württemberg“, so Sven Oettel. Bis Sommer sollen die dem TÜV bei Pkw gleichenden Kontrollen abgeschlossen sein.  

Im Bild schmiert Falk Viehweger (46) das Gestänge der Hartmann-Lokomotive. Foto: Christof Heyden

Zudem wurden drei Personenwagen von Hammerunterwiesenthal nach Radebeul zurück transportiert. Diese waren im vergangenen Jahr ins Erzgebirge geholt worden, um dem Passagieraufkommen besser gewappnet zu sein. Coronabedingt ist jedoch die Fahrgastzahl zurückgegangen, so dass die teils historischen Wagen, aus den Jahren 1913 und 1921 stammend, wieder an ihre Trasse gebracht werden konnten. Foto: Christof Heyden