Montanregion kann auch Mundschutz

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Nicht nur in Klein- und mittelständsichen Betrieben des Erzgebriges wird daran gegangen, Mundschutz herzustellen. Auch manch geschickte Handarbeiterin versteht an der heimischen Nähmaschine solche Atemschutzteile zu fertigen. Foto: Christof Heyden

Die Erzgebirger können nicht nur Montanwesen. Textilbetriebe zeigen, dass sie auch Mundschutz nähen können und dabei pfiffige Neuheiten umsetzen.

Annaberg-Buchholz. Die Stickerei Funke in Eibenstock zählt zu Unternehmen, die  jetzt auch Atemschutzmasken herstellen. Laut Firmenchef Hartmut Funke würden so zwei Aspekte bewerkstelligt: die Firma könne Arbeitsplätze erhalten und zugleich ein wichtiges nachgefragtes Utensil in Zeiten der Corona-Pandemie anbieten. Man reagiere damit auf Anfragen von Ärzten aber auch Privatleuten. Die von Funke gefertigten Schutztextilien werden aus Baumwollstoff genäht, der demnach aus der Produktion von Kissen übrig ist. Nach Firmenangaben würden bis zu 13.000 Stück hergestellt, sie sollen ab April ausgeliefert werden.

Und auch die renommierten Firmen Brändl Textil aus Geyer und Norafin aus Mildenau kooperieren in Sachen Mundschutz zusammen. Dabei sollen auf Ideen eines Crimmitschauer Unternehmens basierende innovative Erzeugnisse entstehen: Neben speziell gefertigten Vliesstoffen so ein Textilmaterial, in dem ein Silberfaden gegen multiresistente Keime eingearbeitet wird. Dieses spezielle Gewebe greife die Bakterien selbst an. Durch natürliche Luftfeuchtigkeit würden beispielsweise Silber-Ionen freigesetzt, die den gefährlichen Keimen zusetzen. Die antibakterielle Wirkung sei bereits in einer Praxisstudie in der Uniklinik Dresden bestätigt worden.

Laut Medieninformation werden auch im vogtländischen Auerbach und bei einem Hersteller für Radsportbekleidung in Limbach-Oberfrohna waschbare und so wieder verwendbare Mundschutzmasken hergestellt.