Bürgermeister fordern Planungssicherheit für Weihnachtsmärkte

0
144
Die geltenden Hygiene-Regeln sollten nach dem Willen der Vertreter sächsischer Großstädte bis Ende Dezember verlängert werden, um die Weihnachtsmärkte zu ermöglichen. Symbolfoto Christof Heyden

Schneeberg. Die Vertreter von zwölf Städten Sachsens haben heute eine gemeinsame öffentliche Erklärung an die Landesregierung verbreitet, in der sie sich für verlässliche Weihnachtsmärkte in den Regionen aussprechen. Dies ist aber nur möglich, wenn die aktuelle Corona-Verordnung bis Ende Dezember ihre Gültigkeit erhält. Zudem müsste von den Gesundheitsämtern einheitlich geklärt sein, was auf den Märkten ausgeschenkt und zum Verzehr angeboten werden darf.

Der Wortlaut der Erklärung:

Wir, Annaberg, Freiberg, Freital, Grimma, Marienberg, Meißen, Olbernhau, Pirna, Riesa, Schneeberg, Schwarzenberg, Torgau, freuen uns auf vielfältige, lebendige und friedliche Weihnachtsmärkte und wünschen uns, mit allen Bürgern gemeinsam eine sichere, rücksichtsvolle und verantwortungsbewusste Adventszeit zu begehen. Als eine traditionelle Weihnachtsmarkt-Region planen und organisieren wir regionaltypische Märkte. Die Grundlage dazu schafft die Landesregierung mit ihren Verordnungen. Wir danken der Landesregierung, dass sie mit der Corona-Schutzverordnung und Hygieneverordnung vom 5. November die Märkte in diesem Jahr wieder möglich machen möchte.

Einheitliche Regelungen bis zum Ende der Weihnachtsmärkte sind unerlässlich, um Städten, Händlern, Bürgern und Touristen eine Perspektive zu bieten. Die aktuellen Regelungen zur Durchführung von Weihnachtsmärkten erlauben derzeit nur Planungssicherheit bis Ende November. Wir fordern deswegen, dass diese Regelungen kurzfristig bis Ende Dezember verlängert werden.

Eine Schwierigkeit ergibt sich aktuell bei der Auslegung der Verordnung durch die Gesundheitsämter, was auf den Märkten angeboten und ausgeschenkt werden kann. Das führt dazu, dass es in den Städten unterschiedlich gehandhabt wird.

Weihnachtsmärkte sind Tradition und Wirtschaftsfaktor. Zu einem Weihnachtmarkt gehören für Besucher die Begegnungen und Gespräche bei Krapfen, Mandeln und einem Glühwein. Händler müssen auf diese Erwartung vorbereitet sein und sie erfüllen können. Deswegen brauchen wir einen sachsenweiten Gleichbehandlungsgrundsatz, egal welcher Stadtgröße, damit das Angebot von traditionellen alkoholischen Getränken auf allen Märkten weiterhin möglich ist. Hochprozentige Getränke gehören unserer Ansicht nicht dazu.

Gemeinsam möchten wir sichere und der aktuellen Situation angepasste Weihnachtsmärkte ausrichten. Die Städte sehen die Landesregierung als wichtigen Partner, die unsere Anliegen ernst nimmt.

Rolf Schmidt, Oberbürgermeister der Stadt Annaberg-Buchholz
Sven Krüger, Oberbürgermeister der Stadt Freiberg
Uwe Rumberg, Oberbürgermeister der Stadt Freital
Matthias Berger, Oberbürgermeister der Stadt Grimma
André Heinrich, Oberbürgermeister von Marienberg
Olaf Raschke, Oberbürgermeister der Stadt Meißen
Heinz-Peter Haustein, Bürgermeister der Stadt Olbernhau
Klaus-Peter Hanke, Oberbürgermeister der Stadt Pirna
Marco Müller, Oberbürgermeister der Stadt Riesa
Ingo Seifert, Bürgermeister der Stadt Schneeberg
Gehart Ruben, Oberbürgermeisterin der Stadt Schwarzenberg
Romina Barth, Oberbürgermeisterin der Stadt Torgau