Musikalische Referenz an den Meister seiner Zunft

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Das Frauensteiner Schloss mit dem symbolischen Orgeldenkmal und der Weihnachtspyramide. Foto: Christof Heyden

Der Geburtstag Gottfried Silbermanns gibt jährlich den Auftakt der renommierten Konzertreihe „Frauensteiner Orgeltage“. Auch 2020 wird zu dieser musikalischen Stippvisite eingeladen.

Frauenstein. Das neue Konzertjahr im Zeichen des genialen Orgelbauers ist vorbereitet: Sechs Konzerttage haben die Gastgeber des gleichnamigen Museums in Frauenstein vorbereitet.
Den Auftakt vollzieht am 19. Januar 2020 René Röder, der seit 2002 als Kirchenmusiker in Waldheim tätig ist. Er studierte Kirchenmusik in Dresden und Weimar, seine Schwerpunkte sind momentan die Chorarbeit in den Ensembles der Singschule und Kantorei, sowie die Bekanntmachung der in der Waldheimer Kantorei überlieferten Musikschätze. Aktuell arbeitet er an der Neuausgabe und Einspielung des Gesamtwerkes von Melchior Vulpius.
Seit einigen Jahren initiiert er außerdem die Restaurierung und Wiederentdeckung bedeutsamer Orgeln innerhalb und außerhalb der Silbermann-Schule in Mittelsachsen.
Zum Konzert am 19. Januar wird er die musikalische Gattung Partita näher beleuchten und Werke u.a. von Händel, Pachelbel, Buxtehude, Froberger und Bach vorstellen. Dabei wird er die Vielgestaltigkeit der Klangfarben der Orgel demonstrieren.

Konzert am 19. Janau 2020, Beginn: 16 Uhr, Eintritt: 8€, Ermäßigt 5€, Kinder 3€
Karten und Reservierungen im Gottfried-Silbermann-Museum unter 037326 1224 oder per email: silbermann.museum@frauenstein.com

Der Werbeflyer der Veranstalter für das Konzert. Repro: Christof Heyden

Stichwort Silbermann-Museum

Am Rande des Osterzgebirges, unweit der tschechischen Grenze, ist im Kreuzgewölbesaal des Frauensteiner Schlosses das Gottfried-Silbermann-Museum beheimatet. Das Haus widmet sich seit 1983 dem Leben und Wirken des bedeutendsten sächsischen Orgelbaumeisters Gottfried Silbermann, dessen Orgeln noch heute in einer Vielzahl von Kirchen in Mitteldeutschland erklingen. Das Museum verwahrt und zeigt Dokumente, Akten, Faksimiles, Briefe, Textdarstellungen sowie Bilder, Stiche und Zeichnungen rund um Leben und Wirken Silbermanns.
Zusätzlich veranschaulicht das einzigartige Funktionsmodell einer mechanischen Schleifladenorgel dem Besucher das komplizierte Innenleben einer Orgel.
Das Gottfried-Silbermann-Museum verfügt mit der Original-Kopie einer Silbermannorgel (Wegscheider 1994 – Original Silbermann für Etzdorf 1732/33) über ein klingendes Instrument, welches ganzjährig für Konzerte genutzt wird.

In diesen historischen Mauern hat das Silbermann-Museum in Frauenstein seine Ausstellungsräume. Foto: Christof Heyden

2011 wurde das Museum um den elsässischen Teil der Familie Silbermann erweitert. Die Ausstellung zeigt Exponate zu Werdegang und Wirken der Orgelbauerfamilie und gibt einen Überblick über die Orgeln, welche durch die Handwerkskunst von Andreas und dessen Sohn Johann Andreas Silbermann entstanden.