Wie schmeckt eigentlich Arbeit?

0
229
In Frankenberg werden 65 Betriebe insgesamt 100 Berufe vorstellen und Hochschulen zudem rund 200 Studienmöglichkeiten aufzeigen. Foto: Christof Heyden

Das Luther-Gymnasium Frankenberg ist am Sonnabend Schauplatz der zweiten vom Bildungsverein und der Stadt Frankenberg organisierten großen Berufsinformationsmesse.

Frankenberg. Von 10 bis 15 Uhr wollen Firmenvertreter aus Industrie, Handwerk und der Dienstleistungsbranche den Jugendlichen unter dem Motto Mitmachen – Anfassen – Verstehen Berufe vorstellen, Informationen zur Ausbildung übermitteln und Einblicke in den Arbeitsalltag geben. „65 Unternehmen und Institutionen werden unserer Einladung zur Messe folgen“, so Mitorganisator Ronny Kämpfe. „Dabei stehen rund 100 Ausbildungsberufe verschiedenster Branchen im Blickpunkt. Darüber hinaus stellen die Repräsentanten der teilnehmenden Betriebe und Ausbildungsstätten den Interessierten etwa 200 Studiengänge vor.“ 

Ronny Kämpfe hat mit den Organisatoren des Bildungsvereins die Vorbereitung für die 2. Berufsmesse abgeschlossen. In Sachen Marketing sind Plakate im Stadtgebiet und der Region angebracht worden. Foto: Christof Heyden

Die Palette der Firmen reiche von ACTech, einem innovativen Gießerei- und Metallbauunternehmen, über die Bundespolizei, die Diakonie, Gerüstbau- und Elektronikbetrieben bis hin zur Notar- und Rechtsanwaltskammer sowie dem Zoll. „Es werden sich Technikbetriebe vorstellen, wie jene der Lebensmittelbranche und des Gesundheitswesens. Landes- und Bundesbehörden sind angemeldet, wie Studienberater von Hochschulen aus Mittweida, Jena, Chemnitz und Freiberg dabei sind. Klar, dass auch die Meister des klassischen Handwerks für ihren Berufsstand werben werden“, so der Vorsitzende des Bildungsvereins.

Der ist mit den Gastgebern stolz darauf, neben in der Stadt ansässigen Firmen, zahlreiche namhafte Unternehmungen aus der Region und Sachsen, aber ebenso bundesweit operierende Institutionen für die Teilnahme gewonnen zu haben. „Ich denke beispielsweise an die Vertreter der Uhrmacherzunft aus Glashütte, die mit Lehrlingen der Uhrmacherschule vor Ort sein werden.“

Im Wissen um die Interessen der jungen Leute setzen die Veranstalter auf einen unterhaltsamen Mix von theoretischen Informationen und praktischen Aktionen. „Wir legen Wert darauf, dass seitens der Betriebe mehr als ein Flyer ausgereicht wird und über das Gespräch hinaus ein anschaulicher Beitrag geleistet wird“, so Ronny Kämpfe weiter. Insofern würden von den Ausstellern über 30 Mitmach-Beiträge organisiert.

Die Haare sind ab. Ist Friseur eigentlich noch ein angesagter Beruf? Foto: Christof Heyden


„Es wird so die Gelegenheit geboten, sich einmal beim Löten zu versuchen, eine Flechtarbeit mit Salzteig anzufertigen, sich beim Behauen von Schiefer zu testen oder seine Fingerfertigkeit bei Schraubübungen zu checken. Nicht weniger gefragt dürften Produktverkostungen sein, die die Bäcker- und Konditorei sowie Fleischereibetriebe anbieten wollen.“ Ziel sei es, den Oberschülern und Gymnasiasten einen Eindruck zu vermitteln, wie sich Arbeit anfühlt, wie sie riecht und schmeckt.
Dabei setzt Ronny Kämpfe auch auf eine weitere Zielgruppe: „Auch Muttis und Vatis sollten ihre Schützlinge begleiten. Wir wissen aus der Vorbereitung, dass die Betriebe angesichts der Personalsituation auch den Eltern durchaus Angebote hinsichtlich eines beruflichen Werdeganges unterbreiten können.“