Thum. Der Erzgebirgsverein wollte auch 2026 wissen: welches ist das Lieblingswort der Einheimischen und Fans der hiesigen Mundart? „Verhuhnebibeln“ setzte sich zur jüngsten Umfrage durch. Der mundartliche Begriff steht im hiesigen Zungenschlag für „Verhöhnen“ bzw. „Veralbern“. Er gewann den Wettbewerb der zum zehnten Mal ausgetragenen Umfrage der Einheimischen gegen neun weitere zur Auswahl stehenden Wörter.
Zu denen zählten auf Platz zwei „Zammnammsch“ für sparsam, „Dingrich“ für seltsamer Mann, „drham“ für zuhause, „Hunaksch“ jemanden Necken, „Tschuck“ für kleines Schwein, „Hutschen“ für schlecht laufen, „Dalg“ für Tollpatsch, „gelambrich“ für beweglich und „Bocksterz“, womit eine Vorwärtsrolle bezeichnet wird.
Insgesamt erhielten die Organisatoren 2.500 Stimmen, wobei die Wortsuche heuer icht thematisch iengegrenz war, so wie es die zurückliegenden acht Auflagen vorsahen.
Die Premiere der Wortsuche datiert ins Jahr 2017. Damals initiierten Andreas Luksch, seinerzeit Redaktionsleiter der Freien Presse Annaberg-Buchholz und Fotoreporter Christof Heyden diese Aktion der Heimatzeitung FP, um mit den Einheimischen und Lesern den erzgebirgischen Zungenschlag ein Stück weit wieder ins Bewusstsein zu holen.
Von erzgebrige.tv wurde diese Aktion unterstützt.
Regelmäßig wurden den Aspekt der Mundart berücksichtigende Beiträge von Erzgebirgern zu Hobby, Handwerk und Kunst begleitend veröffentlicht. Die Akteure des Erzgebirgsvereins um Regine Seifert und Carmen Krüger nahmen sich des Projektes an und zeichneten für die Auswertungsveranstaltungen und Preisverleihung verantwortlich. Die erste Schau dieses Formats erlebte das Kulturhaus Erzhammer. Heuer war das Volkshaus Thum der gern besuchte Treffpunkt der Auswertungsveranstaltung.





