Mit einem stimmungsvollen Mundart-Lustspiel sind die Mimen des Musikvereins Neuwürschnitz am Wochenende mit ihrem begeisterungsfähigen Publikum in die 28. Theatersaison gestartet. Ein ausverkauftes Haus zeigt: heimischer Zungenschlag ist beliebt
Oelsnitz. Das soziokulturelle Zentrum Neuwiese erwies sich am Wochenende als Anziehungspunkt der Mundarttheater-Fangemeinde. Erneut luden die Akteure des gastgebenden Musikvereins zu einem sprachbestimmten Erlebnisformat, welches als herzerwärmende und Lachmuskel strapazierende Spielkost so recht nach dem Geschmack des Publikums der ausverkauften Vorstellungen war.

Acht Aufführungen bringen die Mimen um Regisseurin Susanne Kretschmar in ihrer 28. Saison auf die Bühne. Unter dem Titel Äner spinnt immer gibt das Ensemble diesmal den Blick frei in die erzgebirgische Pension Ballermann.

Diese Herberge ist Wohnstätte für einen Mix an Zeitgenossen unterschiedlichster Couleur, Typen, die eines charakterisiert: sie pflegen eine besondere Eigenheit. Gerade dieser Aspekt schürt das dramatische Geschehen.

Glaubt doch ein hinzukommender reicher und stetig auf der Suche nach spektakulären Erlebnissen suchender Onkel, hier in die Szenerie eines ihm vorgegaukelten Irrenhauses eintauchen zu können. So nehmen die Ereignisse ihren von Verwechslungen und Irritationen bestimmenden Partyverlauf.

Was für Außenstehende als absurd erscheint, spiegelt dennoch den Alltag: Mitmenschen werden für ihren Spleen als verrückt erachtet. So ergeht es etwa jenem Theaterfreund, der partout mit Sprachfehler ein Schauspieler werden will.

Die landläufige Meinung, die spinnen doch! wird zugespitzt dramatisiert auf die Bühne gebracht. Und das zum Vergnügen der Schaulustigen. Jörg Schubert brachte stellvertretend zur Premiere die Genugtuung der Truppe zum Ausdruck, mit ihrem Spiel wiederum großen Anklang und begeisterungsfähige Atmosphäre für ihre Leidenschaft zu finden. Nunmehr richten die Neuwürschnitzer ihren Blick auf das 2027 zu feiernde 30. Jubiläum ihres Vereins. (hy)






