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Samstag, 2. März 2024

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Auf Schusters Rappen statt Skischuh

Die legendäre Skiwanderung Jöhstadt erlebt als traditionsreiches Erlebnisformat 2024 am kommenden Sonntag (4.2.) seine 42. Auflage mit einer Neuerung.

Jöhstadt. Doch statt zum angestammten Jahresauftakt-Treff werden sportlich ambitionierte Zeitgenossen diesmal am 4. Februar an die Strecke gerufen. „Die Erfahrungen der zurückliegenden Jahre haben gezeigt, dass auf die Wettermacher hinsichtlich der wichtigsten Zutat Schnee jeweils zum Januarauftakt wenig Verlass ist, daher setzen wir darauf, knapp vier Wochen später den gewünschten Belag vorzufinden“, sagt Michael Gürtler von der Gästeinformation Jöhstadt. „Ungeachtet dessen bereiten wir zwei Strecken vor. Liegt Schnee, geht es mit Ski über eine Distanz von 16 Kilometern, als Ausfallvariante wir über eine Tour von acht Kilometern gewandert, wir starten bei jedem Wetter“, so der Cheforganisator.

Dabei setzt das Organisatorenteam von Stadtverwaltung und Vertretern der heimischen Vereine auf bewährte Veranstaltungselemente. „Zwischen 9 und 10 Uhr werden die Aktiven auf dem Marktplatz in die Spur geschickt. Das Ziel beider Strecken bleibt das Sportcenter Jöhstadt. Auf dem Sportplatz in Grumbach wird wieder die Verpflegungsstelle eingerichtet“, so Gürtler. Als Startgebühr wird für Erwachsene 5 Euro aufgerufen, Kinder bis 14 Jahre sind mit drei Euro dabei. Der Organisator verweist darauf, dass die Jöhstädter Wanderung weniger auf sportliche Spitzenergebnisse setzt, als vielmehr ein Angebot unterbreiten will, ein individuelles Freizeiterlebnis in der Natur zu bieten.

„Es gilt das olympische Motto: Dabeisein zählt. Jeder Aktive erhält eine Teilnahmeurkunde. Die Strecke ist von ihrem Profil her als leicht bis mittelschwer einzustufen.“ Gürtler verweist darauf, dass jeder Teilnehmer für seine Ausrüstung selbst Verantwortung trägt und die Veranstalter keine Haftung für etwaige Skibrüche übernimmt.

Als Impulsgeber des erstmals 1978 organisierten Querfeldeinlaufs gelten die Mitglieder der Sektion Wandern und Bergsteigen. Dem Ruf folgten einst bis zu 1.700 Akteure, die über verschiedene Distanzen an den Start gingen. Wintersportenthusiasten reisten selbst aus Leipzig, Gera, Zwickau und dem Dresdner Raum an. „Heute freuen wir uns als Veranstalter, wenn sich 100 Gäste in die Teilnehmerlisten einschreiben“, pflegen Michael Gürtler und Gastgeber unbeirrt dieses Sportkapitel.  

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Autor

Christof Heyden
Christof Heydenhttps://www.erzgebirge.tv
in Chemnitz lebend, geb. 1961 in Pirna, Diplom-Kulturwissenschaftler Humboldt-Uni Berlin, seit 1993 Freier Journalist und Pressefotograf. Mailadresse: christof.heyden(at)erzgebirge.tv

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