Sehen. Staunen. Mitmachen. Überraschungen warten.

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Tag des offenen Handwerks 2019 in der Drechslerei von Jens Breitfeld, rechts, in Annaberg-Buchholz. Aus Brasilien war sogar das frühere Lehrmädchen Sandra Prochnow Greuel zurückgekehrt und führte mit dem Meister des Handwerk vor. Archiv-Foto: Christof Heyden

Am 18. Oktober 2020 ist es wieder soweit, am dritten Sonntag im Oktober öffnen Werkstätten ihre Türen, um Besuchern exklusive Einblicke hinter die Kulissen zu geben und in die Welt des Handwerks mitzunehmen.

Annaberg-Buchholz. In diesem Jahr stehen die teilnehmenden Handwerker, Museen und Vereine vor neuen Herausforderungen bei der Organisation. Trotz der besonderen Umstände haben sich 100 Teilnehmer angemeldet, darunter sogar sieben neue. 28 Unternehmen haben am Samstag und Sonntag geöffnet.

Neben traditionellem Holzkunsthandwerk, den textilen Handwerkstechniken, wie Klöppeln, Sticken, Spinnen oder Weben sind auch wieder viele andere, seltene und alte Gewerke zu erleben. Bestaunt werden kann zum Beispiel die Strumpfherstellung um 1920, die Senfherstellung auf einer traditionellen Senfmühle, das Restaurieren alter Polstermöbel, das Drucken in einer historischen Druckerei, das Papierschöpfen und Baumkuchenschaubacken.

Zu den neuen Partnern in diesem Jahr zählen das Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz, Fleischerei und Partyservice Schaarschmidt, Erzgebirgische Volkskunst Neuber, Erstes Deutsches Strumpfmuseum Gelenau, Essig Schneider, AWO Bürgerhaus Drebach und Imkerei und Senfmanufaktur René Weißbach.

Besucher haben zudem die Möglichkeit, sich einmal selbst an der Werkbank auszuprobieren: Sei es, das glühende Eisen mit dem Schmiedehammer zu bearbeiten, eine Glaskugel zu blasen, behutsam das Eisen beim Drechseln zu führen oder einen typisch erzgebirgischen Spanbaum zu stechen. Unnachahmlich ist dabei die Atmosphäre in den Werkstätten – hier wird geplaudert, gestaunt und gefachsimpelt.

Auch das Strumpfmuseum Gelenau ist nach Modernisierung wieder mit dabei, Robby Schubert stellt Gästen die Technik vor. Foto: Christof Heyden

Viele Handwerker haben spezielle Angebote für Kinder vorbereitet, so zum Beispiel das Basteln von Sockenmonstern, das Trockenfilzen kleiner Schäfchen, das Schnitzen von Reifentieren, Ponyreiten, eine Mineralienschatzsuche, das Basteln von Weihnachtsengeln oder das Glasgravieren.

Besucher werden gebeten, die geltenden Hygienevorschriften einzuhalten (Abstand halten, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes). Aufgrund der vorgeschriebenen Maßnahmen kann es besonders in kleineren Werkstätten zu Wartezeiten kommen. Die Handwerker bitten um Verständnis.

Alle Angebote und teilnehmenden Betriebe werden auf der Internetseite www.erzgebirge-tourismus.de/tag-des-handwerks/ vorgestellt.