Schwarzenberg. Die Chemnitzer Kriminalpolizei und die Steuerfahndung Chemnitz ermitteln gegen einen 54-Jährigen aus dem Erzgebirgskreis und zwei seiner Familienmitglieder wegen des Verdachts der gewerbs- und bandenmäßigen Geldwäsche und haben am Dienstag einen Haftbefehl vollstreckt.
Den deutschen Staatsbürgern wird zur Last gelegt, seit 2019 erhebliche Vermögenswerte, die aus Straftaten der Steuerhinterziehung jeweils im besonders schweren Fall, des gewerbsmäßigen Betruges und des Subventionsbetruges stammen, unter Verdeckung ihrer Herkunft in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf eingeschleust und deren weiteren Verbleib verschleiert zu haben. Nach aktuellem Ermittlungsstand soll es um Geldwäsche von mindestens 3,4 Millionen Euro gehen.
Sie sollen über diverse Strohfirmen wirtschaftliche Scheinaktivitäten durchgeführt haben, bis die Herkunft der Vermögenswerte nicht mehr nachvollziehbar war. Die Tätergruppen erhielten das „gewaschene“ Schwarzgeld zurück und zahlten den Beschuldigten ein gewisses Entgelt für den Dienst. Im Verdacht der Mitwirkung stehen aktuell mindestens 16 Strohfirmen und deren Geschäftsführer.
50 Polizisten und Steuerfahnder durchsuchten gestern insgesamt neun Privat- und Geschäftsadressen der mutmaßlichen Haupttäter im Erzgebirgskreis und im Landkreis Zwickau.(Ry)



