Thum. Zum 9. Mal ist das Mundartwort des Jahres im Erzgebigre gesucht worden. Dazu gaben rund 2.500 Mundartfans ihre Stimme ab. Dabei standen zehn Begriffe unter dem Motto „Zwischen Garten und Schupp“ zur Auswahl.
„Huscherle“ ist das Erzgebirgische Wort des Jahres 2025. Den Begriff verwenden die Einheimischen für ein kleines Feuer im Schuppenofen, entzündet, erwärmt es aber auch das Gemüt und sorgt selbst in Wohnstuben für ein behagliches Gefühl.
Insgesamt gingen bei der Jury des unterdessen vom Erzgebirgsverein getragenen Wettbewerb rund 300 Wörter ein. In bewährter Manier fand im Volkshaus Thum die Finalveranstaltung statt, bei der das Ergebnis mit einer launig-heiteren Programmfolge veröffentlicht wurde. Erneut zeige sich das Moderatorenteam Carmen Krüger, Regine Seifert und Robby Schubert, die die Aktion maßgeblich betreuen, bestens aufgelegt. Sie sorgten gemeinsam mit Künstlern des heimischen Zungenschlags für Stimmung unter den 300 Gästen.
Die Entscheidung sah ein knappes Begriffs-Rennen. Auf Platz 2 landete der Begriff „Tschitscheriegrie“ (Grünton), gefolgt von „netzen“ (gießen), „Gauchnschepper“ (Jauchen-Schöpfer), „Kratzl“ (kleines Gartengerät), „Heigesaam“ (Grassamen), „zach“ (e bissel feucht), „Rodwall“ (Schubkarren), „Hiehnerserb“ (Vogelmiere) und „gaten“ (Unkraut jäten).
Die Aktion selbst war 2016 von den Journalisten Andreas Luksch und Christof Heyden ins Leben gerufen worden. 2017 initiierten sie maßgeblich in Zusammenarbeit mit der Tageszeitung Freie Presse und dem Erzgebirgsverein die erste Umfrage mit großer Abschlussshow im Erzhammer Annaberg-Buchholz. (hy)





