Europäische Hüttengeschichte auf 50 Millimeter gebannt

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Der Saigerhütte Olbernhau ist die 7. Medaille einer einzigartigen Serie zum Weltkulturerbe Erzgebirge der Freiberger Münzfreunde gewidmet. Repro; Christof Heyden

Olbernhau. Die Stadt Olbernhau gibt gemeinsam mit den Freiberger Münzfreunden eine Medaille zur geschichtsträchtigen „Saigerhütte“ heraus, die sich in die einmalige Reihe „Montanregion Erzgebirge“ einordnet. Auf 50 Millimetern Materialoberfläche wird Jahrhunderte alte Bergbaugeschichte filigran eindrucksvoll nachgestaltet.

Aus Anlass des im September 2022 bevorstehenden 6. Sächsischen Bergmanns-, Hütten- und Knappentages in der Stadt der Sieben Täler wird mit dieser Prägung an dessen frühere Einordnung als dem Kupferzentrums Europas erinnert.
Die nunmehr siebte Medaille einer von den Münzfreunden Freiberg initiierten Aktion bildet auf der Vorderseite einen Kupferhammer und die Hüttenschänke sowie einen Saigerhüttenarbeiter ab. Auf der Rückseite ist ein Saigerofen zu finden, der auf den legendären Agricola zurückgeht.

Bürgermeister Haustein, M., Münzexperte Herholz und Saigerhüttenmann Bernhardt bei der Präsentation der Medaille. Foto. Christof Heyden


Dass neben einer Silberausgabe diesmal auch eine Kupfer-Medaille herausgegeben wird, ist eine Würdigung des technischen Denkmals Saigerhütte. In dieser wurde ab 1537 das im Rohkupfer enthaltene Silber herausgeschmolzen. Zudem wird damit der Fakt gewürdigt, dass sich hier über 300 Jahre das Kupferzentrum Europas befand.

Schon jetzt freuen sich die Olbernhauer Gastgeber auf ein spektakuläres Ereignis: Nach über 400 Jahren, in denen kein Schmelzprozess mehr im Gange war, soll im Herbst das Saigerhütten-Verfahren wieder lebendig werden und der Schmelzprozess für Schaulustige im Rahmen des Bergmannstages in der Saigerhütte als einem Standort der Welterbe-Montanregion Erzgebirge vorgestellt werden.
Die kupferne als auch silberne Medaille wird es nur in einer auf je 500 Exemplare limitierten Auflage geben.