Die Rappen geputzt und die Stimmen geölt

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Jörg Heinecke und der Ranzen Max gehören seit Jahren zum Stammpersonal der Liedertour, auch auf böhmischer Seite wird diesmal Halt gemacht. Musikanten treten an der Günter Ruh in Grund auf. Foto: Christof Heyden

Am 18. August 2019 wird die Erzgebirgische LiederTour ihre 9. Auflage erleben. Das Wander- und Musikereignis wird wieder Tausende Unternehmungslustige auf Schusters Rappen mobilisieren.

Marienberg/Bärenstein. Christof Heyden hat für etv mit Organisatorin Constanze Ulbricht aus Marienberg gesprochen, die als Organisatorin die Fäden für das Ereignis zieht. 

etv: Singend wandern und den Erlebnisdurst in der Natur stillen: Wohin führt diese Devise diesmal die Teilnehmer der neunten Auflage der beliebten LiederTour im Erzgebirge?
Constanze Ulbricht: Wir bereiten einen erlebnisreichen Tag für Jung und Alt in der Region „Gemeinsamen Mitte“ Vejprty und Bärenstein vor. Ob zu Fuß oder mit dem Rad, Gäste dürfen sich auf ein grenzüberschreitendes reizvolles Miteinander von Natur und Musik freuen. Von 10.00 bis 16.30 Uhr sind alle Stationen mit unseren Musikanten besetzt und jeder kann in individueller Reihenfolge beliebig viele Stationen besuchen. Aktuell habe ich soeben die positive Entscheidung des Lenkungsausschusses der Euroregion erhalten, welcher grünes Licht gibt.

etv: Wie viele Stationen werden vorbereitet?
Constanze Ulbricht: Es werden in Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteuren, so dem Erzgebirgszweigverein Bärenstein und dem Sachsenforst, acht Liederstationen beiderseits des Pöhlbaches entlang einer 14 Kilometer langen Wanderstrecke vorbereitet. Dazu zählen auf deutscher Seite die Schutzhütten an der Torfstraße und an der Talsperre sowie jene Schutzhütte am Steinbruch. Wir laden zum Bergblick und Goldkämmerle auf dem Berg ein, wie das Denkmal Günther-Ruh, der Hubertusfelsen und der Illner-Gedenkstein auf tschechischer Seite Wanderpunkte darstellen.  

Marienberg. Constanze Ulbricht, Leiterin des Kulturbetriebes Baldauf-Villa Marienberg zieht auch als Organisatorein der Erzgebirgischen Liederour wieder die Fäden. Hat derezit alle Hände voll zu tun. Foto: Christof Heyden

etv: Was gilt es für die Tour beiderseits des Grenzbaches zu beachten?
Constanze Ulbricht: Wichtig ist, dass Teilnehmer an die Personaldokumente denken, die Tour berührt sowohl Landesteile in Sachsen und Böhmen. Neu ist diesmal, dass Teilnehmer für Verpflegung aus dem eigenen Rucksack sorgen sollten. Allein im Zentrum Gemeinsame Mitte Bärenstein sowie am Punkt des Denkmals Günther-Ruh werden Imbissstationen aufgestellt. Ich appelliere an Teilnehmer, das Parkleitsystem zu beachten und gebe zu bedenken, dass nicht alle Wege im Zielgebiet für Radfahrer geeignet sind. In bewährter Manier kostet ein LiederTourTicket 5 €.

etv: Im Grünen wird es nicht nur Volks- und Wanderlieder zu hören geben?
Constanze Ulbricht: Wenigstens vier Dutzend gestandene Musikanten werden aufspielen und in bewährter Manier eine genreübergreifende, vor allem von der Mundart bestimmte musikalische Bandbreite zu Gehör bringen. Dazu zählen Folk, Tango, Balkanbeat, Polka und Reggae, aber auch Tonfilmschlager, Zigeunerweisen und russische Romanzen. Klar, dass erzgebirgische Originale aufspielen und auch Countrymusik dargeboten wird.

Andreas Riedel und De Hundshübler Konzertinafreunde werden zur Liedertour mit aufspielen. Foto: Christof Heyden

etv: Welche Akteure werden Zerrwanst und Gitarre, aber auch Bandoneon und Violine zum Erklingen bringen?
Constanze Ulbricht: Mit dabei sind Duo Roter Mohn & Duo Matrosov, De Ranzen, Andreas Riedel und De Hundshübler Konzertinafreunde, Vivien Zeller, Ursula Suchanek, Michal Müller und Norbert Kovács. De Hauskapelle Olbernhau mit Heiner Stephani sind vor Ort, wie Matthias Fritzsch und Christoph Heinze. Dazu zählen genauso Unfolkkommen, Rene Auerswald, Jörg Heinicke & Kollegen, De Erzgebirgsschrammeln, Is Berggeschrei und František Severa. Mit von der Partie das Freie Fränkische Bierorchesterund der Bandonionverein-Carlsfeld sowie Náhodná  sešlost, dazu Bardomaniacs und Erwin Lipsky.

etv: Und 2019 wird es wieder ein gemeinsames Finale geben?
Constanze Ulbricht: Ja, nachdem es zu vorangegangenen Veranstaltungen kein gemeinsames Abschlussbild gegeben hat, wird diesmal ab 17.00 Uhr zum gemeinsame Musizieren aller Musikanten der Erzgebirgischen LiederTour in der „Gemeinsamen Mitte“ von Vejprty und Bärenstein geben.