Ministerpräsident übernimmt Schirmherrschaft für Bergmannstag in Olbernhau

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Ministerpräsident Michael Kretschmer mit Jens Bretscheider (v. links), Udo Brückner, André Schraps und Ray Lätzsch vom Landesvorstand. Foto: Maik Gärber/Staatskanzlei

Dresden. Mitglieder des Vorstandes des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine (SLV) nutzten eine Zusammenkunft mit Ministerpräsident Michael Kretschmer in der Staatskanzlei Dresden, über ihre Tätigkeit und die Situation des Vereinslebens zu berichten.

Insbesondere in der Traditionspflege haben die zurückliegenden beiden Jahre große Lücken gerissen, so die Erzgebirger. Chöre dürfen schon zwei Jahre, Orchester mehr als die Hälfte dieser Zeit keine Proben durchführen. Die Traditionsvereine und das gesamte Welterbe, welche zu Großteilen von den Vereinen des SLV getragen wird, verzeichnen einen Stillstand.
„Die Forderung, die Vereinsarbeit auch unter Pandemiebedingungen zu ermöglichen und Chören – von Schul- bis zum Bergmannschor – und die Traditions- und Heimatvereine in die Verordnungen aufzunehmen, wurde deutlich überbracht“, so Geschäftsführer Udo Brückner.

In einem weiteren Punkt ging es um die ausgesetzte Förderung der Heimat- und Brauchtumspflege sowie der Laienmusik im Jahr 2021 durch die Landesdirektion Sachsen und die künftige Unterstützung der durch die Pandemie gebeutelten Vereine. Dabei ging es den Vertretern des SLV um alle Vereine in Sachsen, welche von großer gesellschaftlicher Bedeutung sind. Vereinen diese doch alle Schichten der Gesellschaft, vom Professor bis zum Arbeitssuchenden – vom Kind bis zum Greis.

Zum Abschluss des Gespräches wurde das Programm des 6. Sächsischen Bergmanns- Hütten- und Knappentages im September 2022 vorgestellt und der Ministerpräsident zu diesem Großereignis nach Olbernhau eingeladen. „So wird Kretschmer als Schirmherr des Bergmannstages zum Festempfang mit großem Theaterstück und anschließendem Zapfenstreich nach Olbernhau kommen. Eine Teilnahme an der Großen Bergparade mit mehr als 1.500 Trachtenträgern und Bergmusikanten schloss er ebenfalls nicht aus, berichtet Brückner.