Brandstifter in Freiberg geschnappt

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Freiberg. Eine Serie von Brandstiftungen konnte in Freiberg aufgeklärt und ein 29-Jähriger festgenommen werden.
Der hatte wiederholt in einem Wohnhaus der Maxim-Gorki-Straße gezündelt. Dabei setzte der Deutsche im Keller des Hauses elektrische Anlagen mehrmals in Bran, wobei aber keine Personen verletzt wurden. Der dadurch entstandene Sachschaden wurde auf etwa 2.000 Euro beziffert. Eine weitere Brandstiftung folgte in dem Mehrfamilienhaus am 12.12.2020. Erneut hatte jemand elektrische Anlagen im Keller angezündet. Sachschaden: rund 600 Euro.

Daraufhin blieb es für einige Zeit ruhig − bis zum 28.02.2021. An diesem Tag wurde wieder versucht, Feuer im Keller des Hauses zu legen. Zum unrühmlichen Höhepunkt der Brandhäufung kam es am Abend des 02.05.2021. Im Treppenhaus waren Gegenstände angezündet worden. Drei Bewohner (46/w, 55/m, 60/m) mussten wegen des Verdachts auf erlittene Rauchgasintoxikationen in einem Krankenhaus behandelt werden. Der entstandene Sachschaden wurde auf rund 20.000 Euro beziffert.

Im Zuge der Ermittlungen rückte schließlich ein Bewohner des Mehrfamilienhauses in den Fokus der Beamten. Gegen ihn ließ sich der dringende Tatverdacht erhärten, sodass die Staatsanwaltschaft Chemnitz am 13.07.2021 seine Festnahme und die Durchsuchung seiner Wohnung veranlasste. In seiner polizeilichen Vernehmung gestand er, für die Brände verantwortlich zu sein. Auf die Frage nach seinem Motiv, entgegnete der Mann, dass er durch die Brandlegungen Anerkennung in der Hausgemeinschaft gesucht hatte. Denn unmittelbar nach der Brandentstehung hatte er die Bewohner gewarnt, einige zudem in Sicherheit gebracht.

Am Amtsgericht wurde letztlich Haftbefehl gegen den 29-Jährigen wegen schwerer Brandstiftung erlassen, wobei der Haftbefehl unter Auflagen (u. a. Meldeauflagen bei der Polizei) außer Vollzug gesetzt wurde. (Ry)