Altes Zeug ebnet Weg für neue Technik

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Helena Kästner besucht mit Mutti das Webmuseum Oederan. Hier wird auch historische Technik des Druckens ausgestellt, die von Christine Schulze erklärt wird. Die Gäste erfahren, was Druckerschwärze ist und wie die verwendet wird. Foto: Christof Heyden

Oederan. In bewährter Manier öffneten am dritten Sonntag im Oktober wieder zahlreiche Werkstätten ihre Tore, um einem schaulustigen Publikum Einblicke in ihrer Gewerke zu geben und sie für klassische Technologien und Werkstoffe zu begeisterten. Die 21. Auflage stand dabei unter dem Aspekt der Corona bedingten Hygieneverordnungen. Die gastgebenden Firmen waren darauf gewappnet und stellten Desinfektionsmittel bereit, wie auf Abstandsregeln geachtet und Mund-Nasenschutz gefordert wurden. Nach Veranstalterinformationen hatten sich gerade unter Beachtung der besonderen Umstände über 70 Teilnehmerfirmen, Gewerke und Museen zwischen Annaberg und Seiffen angemeldet.

„Rand an die Nudel“ hieß am tag des traditionellen Handwerks die Devise für Helena Kästner und Mutti Jaqueline im Webmuseum Oederan. Die beiden Kleinschirmaerinnen interessierten sich speziell für die im Haus gezeigte alte Drucktechnik. Und so machte sich die Achtjährige daran, einmal selbst Schmuckkarten mit einem Gruß herzustellen. Und dafür wurde auch das an der Presse befestigte schwere Druckrad in Bewegung gesetzt,
„Unsere Aufgabe ist es, die jungen Leute viel mehr für die geschaffenen Dinge der Vorgänger zu sensibilisieren. Das ist kein altes Zeug. Gerade unsere frühere Drucktechnik hat den technologischen Weg bereitet, dass es heute kinderleicht ist den heimischen Drucker zu bedienen“, so Christine Schulze, gestandene Druckerin.