Ein Blattl mit großem Gewicht

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Matthias Schürer, vorn, und Günter Schmidt sind Herausgeber des Mitteilungsblattes des Erzgebirgischen Heimatvereins Eibenstock. Foto: Christof Heyden

Klein im Format, mit kreativen Pfiff und inhaltlichem Gewicht: „Unner Blatt`l“ heißt das Projekt, welches eine aufgeschlossene Leserschar in und um Eibenstock informiert.

Eibenstock. Das Mitteilungsblatt des ortsansässigen Erzgebirgischen Heimatvereins ist seit über zwei Jahrzehnten ein geschätztes pünktlich erscheinendes Druckerzeugnis in der Blätterlandschaft der Region. „Jeweils zum ersten Donnerstag des Monats bringen wir unser Blättchen heraus, und das seit 2005“, erzählt Matthias Schürer, der Vereinsvorsitzende. Der Museumsleiter bildet zusammen mit Günter Schmidt, einst Kulturhausleiter, das Zweier-Redaktionsteam, welches in der jeweiligen Fertigstellungsphase von Elke Schürer unterstützt wird, die den Korrekturlesedienst übernimmt.

Ob Ideenfindung, Recherche, Schreibdienst und Satz, Druck sowie Verteilung, das journalistische Duo zeichnet für den gesamte Herstellung verantwortlich. „Und eine Handvoll zuverlässigster Verteiler steckt unser Mitteilungsheft in die Briefkästen der Mitglieder“, so Schürer. Die Auflage orientierte sich an der Mitgliederstärke der Interessengemeinschaft, die derzeit 80 Mitstreiter zähle. In allen den Jahren habe man einmal wegen eines technischen Problems nur eine Notausgabe hergestellt. Finanziert werde das Projekt über den Mitgliedsbeitrag im Verein.

„Vor reichlich zwölf Jahren gründete sich der Verein neu und die Idee reifte, über unsere Aktivitäten zu informieren. Mitglieder aber auch Interessierte sollen wissen, was passiert in unserer Truppe“, so Günter Schmidt. Ein ehrgeiziges Unterfangen begannen die beiden Eibenstocker in die Praxis umzusetzen. Immerhin gilt es immer wieder acht Seiten Papier zu füllen.

 Mitteilungsblatt des Erzgebirgischen Heimatvereins Eibenstock
Titelbilder des Mitteilungsblattes des Erzgebirgischen Heimatvereins Eibenstock. Foto: Christof Heyden

„Bewährtes Grundprinzip mit erster Ausgabe an: wir schreiben in Mundart, allenfalls Werbeanzeigen sind in Hochdeutsch. Als Erzgebirger fühlen wir uns unserer Sprache verpflichtet“, so Schmidt weiter. „Die Beiträge orientieren sich am Arbeitsplan des Vereines. So berichten wir in Wort und Bild von Arbeitseinsätzen, kulturellen Veranstaltungen und unseren Ausflügen. Neben den Erlebnisberichten bringen wir Alltags-Erlebnisse aus unserem Stadtleben hinzu, wie wir auch zurückblicken und aus den vergangenen Jahren besondere Geschehnisse aufgreifen.“  Und so titelten die Eibenstocker zurückliegend „In neie Gahr werd´s Gald gezählt“, „De Geschicht von Gläß-Bub und dr Anja“ oder „Mit de Pfarle in dr Sose“.  „Ein gewisses Maß an Unterhaltung, gewürzt mit einer Portion Humor sind ebenso Anspruch an unsere Artikel“, nennt Schmidt ein weiteres Arbeitsprinzip.

Etwa zwei bis drei Tage Zeit erfordere die jeweilige Auflage. Mit der jüngsten Septemberausgabe konnten die Herausgeber ein kleines Jubiläum feiern: Die 150. Ausgabe wurde aufgelegt.