Fleißiger Löffelmann erwartet

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Ostertreff in Großwaltersdorf: Bürgermeister Axel Röthling begrüsst die Gästeschar vor der Heimatscheune. Foto. Christof Heyden

Mit einer heiteren Zeremonie vollzogen die Großwaltersdorfer den symbolischen Themenwechsel in ihrer Ortsbild mitbestimmenden Heimatscheune.

Großwaltersdorf. Das urige Domizil hat jetzt Familie Hase als Nachmieter der Traditionsgruppe Weihnachten inne. Mit pfiffigen Liedern stimmten die Mädchen und Jungen der Mäuse- und Stiftegruppe den Löffelohrenmann gewogen. „Hopp, Hoppel hopp“ schallte es lautstark an jener Hauptstraßenstelle der Gemeinde, wo sonst die Radrennfahrer angefeuert werden. Der noch versteckte Fellträger solle leckere Versuchungen bringen, die den kleinen Feinschmeckern munden. Tobias Stellmacher als Vertreter der Kirchgemeinde erinnerte daran, dass Ostern weit mehr als die Suche nach  Süßigkeiten nach der Zeit des Verzichts bedeutet und erneuerte das Thema der Osterbotschaft.

Osterstart in Großwaltersdorf, die Scheune der Traditionsfiguren wird neu bezogen Familie Hase hat besten Ausblick. Foto: Christof Heyden

Klar, dass angesichts der erwärmenden Sonnenstrahlen im zweistelligen Plusgradbereich auch der Frühling besungen wurde. Und das diesmal zu recht. Das wusste Bürgermeister Axel Röthling den Gastgebern um Ortschaftsratchef Andreas Strelow zu bescheinigen: „In Vorbereitung der Veranstaltung habe ich die Fotos der Vorjahre angesehen. Und da bestimmten immer wieder Wintermützen das Bild, diesmal habt ihr den Termin auch unter diesem Gesichtspunkt klasse hinbekommen“, zollte der Eppendorfer Rathauschef lachend seine Anerkennung.

Seit 2004 gehört die kleine Feierrunde im zeitigen Frühjahr zum Pflichttermin der Einheimischen wie der Adventstreff in Frosttagen. Mit eine Portion Enthusiasmus hatten die Mitglieder des Ortschaftsrates unterstützt von freiwilligen Mistreitern das neuerliche launige Treffen organisiert.

Die Knirpse der Kita-Gruppen Mäuse und Stifte gestalteten das Programm. Auch Maria, rechts, schüttelte ein Rhythmus-Ei. Foto: Christof Heyden

Gut, dass die Fußball-Männermannschaft zu einem Auswärtsspiel reiste. So lud Martin Hohlfeld in der Gästekabine die jungen Leute ein, sich an einem Glücksrad zu versuchen. Und dass kannte mit sechs Farben nur Gewinner. Und da, wo sonst die die gastgebenden Fußballer den Verhaltenskodex, etwa bei erteilter roter Karte, aufgelistet haben, griffen geschickte Gäste zu Malstiften, Schere und Eierschachteln. Ein Sonntagnachmittagtreff wäre kein gelungenes Ereignis, würden nicht Kaffee und Kuchen gereicht. Und da hatten die Landfrauen der Gruppe Wirbelwind wahrlich einen Kalorienorkan entfacht. Nun fiebern die Großwaltersdorfer dem Osterfeuer entgegen.