S´ Rauchermannl nabelt immer

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Die Zahl der nabelnden Burschen wird derzeit erweitert. Die Ausstellungsfläche wird vergrößert. Foto: Christof Heyden

Von wegen nur Saisonkraft. In Cranzahl herrscht immer Hochbetrieb bei den nabelnden Traditionsfiguren. Ein Pflichtbesuch im Museum lohnt.

Cranzahl. Und gleich über 2000 der urigen Gesellen finden im einzigartigen Räuchermann-Museum in Cranzahl ihre Heimstatt. Die Unternehmerfamilie von Claudio Lenk hat die nabelnden Figuren zusammengetragen. Seit fünf Jahren stehen die  „Qualmguschen“ im Brennpunkt des Gästeansturms. Die Alte Färberei ist extra für die Burschen aufgehübscht und ausgebaut worden.

Die Räuchermänner aber auch Räucherfrauen verkörpern die verschiedensten Handschriften und Werkstätten des Erzgebirges aus den zurückliegenden Jahrzehnten. Gerade Serien aus den 1950er- und 1960er Jahren stehen hoch im Kurs. So mancher Besucher ist mit Typen aus dem VERO-Werk, von Richard Gläser aus Seiffen oder der Holzkunst Dresden groß geworden.

Claudio Lenk mit einem der vielen hölzernen Burschen. Foto: Christof Heyden

Seit April 2012 werden die Räuchermänner in der schmuck hergerichteten „Alten Färberei“ ausgestellt. Erstaunlich, wie vielgestaltig die betagten Kerle daher kommen. Kein Berufsstand, der nicht in Holz oder anderem Material, etwa Keramik, gefertigt ist.  Eine Frage ist längst klar beantwortet: Das Räucherkerzchen war vorher da, die figürlichen Behausungen folgten nach, kennen Lenks die Qualmgeschichte(n).