Freiberg. Ein außergewöhnliches Exponat bereichert künftig die neue Dauerausstellung des Stadt- und Bergbaumuseums Freiberg: Die beeindruckende Fluoritstufe „Perle von Sachsen“. Das bedeutende Mineral wurde 2016 in der Fluss- und Schwerspatgrube in Niederschlag entdeckt und geborgen. Jetzt hat es in der rnommierten Einrichtung seinen Schauplatz gefunden. Das Bergwerk gehört zu den ersten sächsischen Gruben, die nach dem Jahr 2000 wieder in Betrieb genommen wurden, und steht damit beispielhaft für den modernen Bergbau im Freistaat.
Mit einem Gewicht von 206,5 Kilogramm, einer Länge von 1,10 Metern und einer Tiefe von 0,75 Metern ist die „Perle von Sachsen“ die größte Fluoritstufe, die in den vergangenen 60 Jahren in Sachsen gefunden wurde. Ihre außergewöhnlichen Dimensionen und die Seltenheit des Fundes machten sie schon kurz nach ihrer Entdeckung zu einer Besonderheit unter den sächsischen Mineralfunden.
Nach der Bergung wurde die Mineralstufe in mehreren aufwendigen Arbeitsschritten restauratorisch aufbereitet. Einer Grobreinigung unter Einsatz schwerer Technik folgte die sorgfältige Entfernung von Oberflächenverunreinigungen, um die natürliche Schönheit des Minerals freizulegen.
Ihre erste öffentliche Präsentation erlebte die „Perle von Sachsen“ in den Jahren 2016 und 2017 in der Mineralogischen Sammlung Deutschland im Krügerhaus. Seitdem gilt sie als herausragendes Zeugnis des modernen Erzgebirgsbergbaus.
Dank der großzügigen Spende eines Freiberger Bürgers konnte das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg die Mineralstufe erwerben. Künftig wird sie als zentrales Exponat im Ausstellungsbereich „Freiberg im 21. Jahrhundert“ die Bedeutung des heutigen Bergbaus in Sachsen anschaulich vermitteln und den Besucherinnen und Besuchern einen eindrucksvollen Einblick in die Rohstoffgewinnung der Gegenwart geben. (PM)




